Achterbahn der Gefühle bei ÖMS für Ziegler/Kiefer. Der Saisonstart bei den Titelkämpfen in Linz sorgte für ein gutes Gefühl bei Miriam Ziegler und Severin Kiefer. Dann erfuhr man von der nächsten Absage.

Von Dietmar Heger. Erstellt am 17. Dezember 2020 (01:23)
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Gut vorbereitet. Österreichs beste Paarläufer überbrückten die lange Zeit ohne Wettkämpfe mit abwechslungsreichen Trainingsinhalten an drei unterschiedlichen Trainingsstandorten. Miriam Ziegler und Severin Kiefer absolvierten ihren Einheiten in Gmunden, Berlin und Salzburg.
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Der (verspätete) Saisonstart für Österreichs Nummer-eins-Paarläufer ist geglückt. Miriam Ziegler und Severin Kiefer verbesserten bei den Österreichischen Meisterschaften in der Keine Sorgen Eisarena in Linz ihre persönliche Bestleistung im Kurzprogramm vom Jänner 2020 bei der EM in Graz (Anm.: 67,90 Punkte) auf exakt 68 Zähler. Schade nur, dass es tags darauf in der Kür nicht mehr ganz nach Wunsch klappte.

„Ich war nach der langen Pause vor dem Kurzprogramm schon sehr nervös. Das hat leider viel Energie gekostet“, erklärt Miriam Ziegler. Am Ende standen 183,15 Punkte. „Wir brauchen einfach mehr Durchläufe, um Routine zu bekommen.“ Das wird allerdings in nächster Zeit schwer.

Denn noch während der Titelkämpfe in Linz kam vom internationalen Verband die Meldung, dass die Europameisterschaften im Jänner in Zagreb abgesagt sind. „Sehr schade, aber jetzt haben wir zumindest Planungssicherheit“, meint die 26-Jährige.

Bis Sonntag wird noch in Salzburg trainiert, ehe Miriam die Weihnachtsfeiertage bei ihrer Familie in Stoob verbringt. Zu Beginn des nächsten Jahres geht es zurück nach Berlin.

„Wir können uns nach fünf Tagen von der Quarantäne freitesten, um wieder ins Training einzusteigen“, so die Stooberin. Dann will man die Erfahrungswerte der nationalen Titelkämpfe einfließen lassen. „Wir haben uns von der Jury, die teilweise auch international tätig ist, Feedback geholt.“ Wichtig, denn die Hoffnung auf die WM im März in Stockholm lebt immer noch.