Bernd Eibler zieht es nach New York. Von Sigleß ab in die US-Metropole: Bernd Eibler wird künftig als Co-Trainer bei den New York Red Bulls tätig sein.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 15. Oktober 2020 (01:23)
Bernd Eibler wird ein Bulle. Der ehemalige Videoanalyst und Co-Trainer des SV Mattersburg wird Österreich verlassen und sich künftig bei der Arbeit mit dem Ball voll und ganz den New York Red Bulls widmen.
Martin Ivansich

Markus Kuster nach Karlsruhe in die 2. Deutsche Liga, Philipp Erhardt und Martin Pusic nach München zu Türkgücü sowie zu 1860 in die 3. Liga, David Nemeth zu Mainz 05 in die Deutsche Bundesliga (und von dort leihweise ab zu Sturm Graz): Die Liste jener ehemaliger Mattersburg-Profis, die es nach dem Ende des SVM ins Ausland gezogen hat, ist nun um einen Namen reicher: Bernd Eibler.

Für den Sigleßer öffnete sich eine besonders interessante Tür seiner Karriere. Er unterschrieb als Co-Trainer von Neo-Coach Gerhard Struber bei den New York Red Bulls. Eibler (der auch andere berufliche Optionen hatte) erhielt bei dem im Red Bull-Sportimperium eingegliederten Verein einen Dreijahres-Vertrag. „Ich musste nicht lange überlegen“, gab der ehemalige Videoanalyst und Co-Trainer des SV Mattersburg zu. „Ganz kann ich es noch gar nicht realisieren. Das ist natürlich eine Riesenmöglichkeit und auch ein großer Schritt für meine persönliche Entwicklung.“

Als Assistent des neuen Cheftrainers Gerhard Struber hat Eibler nicht nur den Sprung vom Videoanalysten im Betreuerstab zum engsten Vertrauten des sportlich Hauptverantwortlichen geschafft. Auch der berufliche Trainer-weg ins Ausland gelang ihm mit gerade einmal 26 Jahren.

Wie es zu dem Deal kam? „Ich kenne Strubsi (Anm.: Struber) noch von meiner Zeit als Co-Trainer in der Admira-Akademie, als er in Salzburg U16-Trainer war. Der Kontakt zu ihm ist nie abgerissen, jetzt will er mit mir den Weg nach New York gehen. Anfang September gab es diesbezüglich erste Gespräche, vergangene Woche erfolgte meine Unterschrift. Das macht mich schon stolz.“

Ab in die USA, sobald ein Visum da ist

Zuletzt war Gerhard Struber beim englischen Zweitligisten Barnsley tätig (wo der Eisenstädter Patrick Schmidt stürmt), davor beim WAC. Nun also geht es künftig in der Major League Soccer (MLS) zur Sache, wo die New York Red Bulls in der Eastern Conference im Grunddurchgang spielen und sich auch auf Play-off-Kurs befinden.

Wann das neue Betreuer-Duo (aktuell ist Interimscoach Bradley Carnell für die Mannschaft verantwortlich) vor Ort seine Arbeit aufnehmen wird, steht übrigens noch nicht fest. Der Plan ist, dass Struber/Eibler innerhalb der nächsten Wochen die Flugreise über den Atlantik an die neue Arbeitsstätte antreten werden. „Das hängt auch davon ab, wann wir ein Visum erhalten,“ weiß Bernd Eibler, der sich bis dahin von daheim aus in Sigleß auf die neue Aufgabe vorbereiten wird.

Ehe er eben mit seinem neuen Chef das reizvolle US-Abenteuer in Angriff nehmen wird. Das auch privat Kompromisse mit sich bringt. Eiblers Freundin Julia kann aufgrund ihrer Ausbildung vorerst einmal nicht mitkommen. „Sie unterstützt mich hier trotzdem bestens. Das ist sehr angenehm.“