BFV-Cup: Süd-Teams im Finale. Mit einem Favoritensieg und einer Überraschung endeten die beiden Halbfinal-Partien im BFV-Cup. Burgenlandliga-Klub Pinkafeld setzte sich auswärts gegen das 2. Liga Mitte-Team Sigleß mit 2:1 durch. In Güssing gab es eine kleine Sensation. Der 2. Liga Süd-Verein setzte sich gegen die Regionalliga Ost-Truppe aus Neusiedl mit 2:1 durch.

Von Martin Ivansich und Patrick Bauer. Erstellt am 29. Mai 2019 (22:32)
Patrick Bauer
Im Finale: Die Güssinger Julian Laky, Raffael Radakovits, Moritz Antoni und Roman Rasser (v.l.) jubelten im Halbfinale über einen sensationellen Sieg gegen Neusiedl.

Das Finale des BFV-Cups wird in diesem Jahr zu einer Angelegenheit zwischen zwei Teams aus dem Landessüden. Pinkafeld und Güssing setzten sich in den Semifinal-Spielen durch und werden sich am Pfingst-Montag um den Titel duellieren, der letztlich ein Ticket für den ÖFB-Cup bedeutet.

Pinkafeld ging als Favorit in das Auswärtsspiel gegen Sigleß. Die Hausherren begannen ohne großen Respekt und erwischten einen Auftakt nach Maß. Bereits nach acht Minuten brachte Christopher Stiegler die Heimischen in Führung, die in der Folge dem Tabellenfünften der Burgenlandliga durchaus Paroli bieten konnten.

Dennoch gelang dem SCP noch vor der Pause der Ausgleich durch Routinier Christoph Saurer. Und nach dem Seitenwechsel waren die Gäste abgeklärter,  hatten mehr vom Spiel und gingen durch Michael Oberrisser nach 64 Minuten in Führung. Und diese gab die Gastelf bis zum Schluss nicht mehr aus der Hand.

Damit stehen die Pinkafelder im Finale und treffen dort auf die Güssinger, die sich sensationell gegen Neusiedl durchsetzten. Nach einer torlosen ersten Halbzeit kamen die Hausherren frischer aus der Kabine und gingen durch Julian Laky (51.) in Führung.  Güssing setzte nach Goalgetter Roman Rasser legte nach 66 Minuten das 2:0 nach.

Entschieden war die Partie aber noch nicht, weil Neusiedl in der Schlussphase alles nach vorne warf und durch Torjäger Osman Bozkurt elf Minuten vor dem Ende auf 2:1 verkürzte.  Den finalen Sturmlauf der Seestädter überstanden die Gastgeber am Ende unbeschadet und schafften damit die Cup-Überraschung

Stimmen zum Spiel

Güssing-Trainer Hannes Winkelbauer: „Geil, einfach nur geil. Das war eine Riesenleistung von uns, die zwar mit etwas Glück, aber sicher nicht unverdient daherkam. Es passte an diesem Tag einfach alles, wobei wir auch schon gegen Allhau oder Deutschkreutz bewiesen haben, dass wir gegen höherklassige Gegner gut verteidigen und immer wieder Nadelstiche setzen können. Das Finale ist jetzt natürlich ein Traum und könnte zum krönende Abschluss unserer Jubiläumssaison werden.“

Pinkafeld-Trainer Florian Hotwagner: Es war ein souveräner Auftritt. Wir bestimmten und dominierten die Begegnung eigentlich über 90 Minuten. Wir gerieten blöd mit 0:1 in Rückstand und dachten schon an eine klassische Cuppartie, haben dann aber einfach sehr gut reagiert. Das 1:1 lag dann in der Luft, welches Christoph Saurer nach einem Standard auch gelang. Nach der Pause ging es eigentlich in derselben Tonart weiter, wir dominierten und Michael Oberrisser erzielte dann das 2:1. Sigleß bekam dann hinten raus noch die zweite Luft, aber wir haben es gut verteidigt. Überraschend, dass die Güssinger unser Gegner sein werden. Aber wer Neusiedl schlägt, muss gut sein. Jetzt wollen wir das Finale aber auch gewinnen, wobei klar ist, dass wir den Gegner sicher nicht unterschätzen.“