Lehrreiche Saison mit Höhen und Tiefen. Sensationelle Siege und bittere Niederlagen wechselten sich 2020/2021 bei allen drei AKA-Mannschaften ab.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 20. Juni 2021 (02:53)
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Pauli „Taxidriver“ Binder, schon zu BNZ-Zeiten eine Bus-Chauffeur-Legende und auch für die Fußballakademie Burgenland aktiv, feierte zuletzt seinen 70er. AKA-Geschäftsführer Oliver Snurer gratulierte ihm.
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 U15

 Einen „Flow“ haben, das bezeichnen Jugendliche heute gerne, wenn alles wie am Schnürchen läuft. Ältere Semester sprechen von einem „Lauf“ – dieser kann sowohl positiv als auch negativ sein. Exakt diese Erfahrung durften die U15-Kicker machen. Spielte man im Herbst noch um den inoffiziellen Titel des Winterkönigs mit, rutschte man im Frühjahr – nach zwei Auftaktsiegen im März – ab. Der Hauptgrund war die mangelnde Chancenauswertung. „Wir waren in vielen Partien besser oder ebenbürtig“, blickt Trainer Christoph Morgenbesser zurück. „Dann hat oft das Quäntchen Glück gefehlt, wenige Zentimeter machten da den Unterschied. Manchmal wurde dann jede Unachtsamkeit mit einem Gegentreffer bestraft.“ So konnte man einerseits gegen Austria einen 0:1-Rückstand innerhalb von drei Minuten in einen Sieg drehen. Andererseits war man gegen Sturm Graz (1:2), beim WAC (0:1) oder gegen Vorarlberg (0:1) jedes Mal die bessere Mannschaft, die Punkte nahmen aber die Gegner mit. „In Summe gesehen, haben die Jungs wirklich sehr viel gelernt“, meinte der Coach nach dem versöhnlichen 3:1-Abschlusserfolg gegen Ried.

 U16

 Hier lief es dann ausgezeichnet, wenn man auf Leihgaben (drei sind erlaubt) aus der U18 setzen konnte. Denn eines war klar: Die meisten Gegner machten von dieser Regel Gebrauch. Trainer Ivo Smudla musste hingegen meistens mit nur einem (oder keinem) jahrgangsälteren Spieler auskommen. Auch mit Verletzungssorgen musste man sich herumplagen. Niko Frasz, der mit vier Toren beim 5:0 Austria Wien quasi im Alleingang zerlegte, fehlte im Frühjahr ebenso wie Matthias Wetschka, der im Normalfall die Abwehr organisierte. „Ich kann keinem der Burschen irgendeinen Vorwurf machen. Sie haben sich immer bemüht“, so Smudla. Die Kombination aus Corona und Schule sowie der Umstand, dass einigen Akteuren die Köpfe durch Probetrainings bei renommierten Klubs in Österreich und Deutschland etwas verdreht wurden, beeinträchtigte sowohl Konzentration als auch Stabilität. Platz zehn mit 25 Punkten ist bitter, mit nur einem Sieg mehr wäre Rang sieben herausgesprungen. „So eng war es in diesem Bewerb schon lange nicht mehr“, erinnert sich der erfahrene Trainer. „Jeder konnte jeden schlagen.“

U18. Mit einer sehr jungen Truppe ging Trainer Christoph Witamwas in die Saison. Oft war man im Durchschnitt um ein Jahr jünger als der Gegner. „Wir haben schon etwas Anlaufzeit benötigt“, gibt Witamwas, der das spielerische Element ständig einforderte, zu. „Schön spielen kann man nur dann, wenn vorher auch um jeden Ball gekämpft wird. Die Burschen haben aber eine tolle Entwicklung gemacht.“ Erwähnenswert ist vor allem der 4:2-Sieg über Rapid, wo man mit dem Gegner phasenweise „Katz‘ und Maus“ spielte. Auch das 1:1 beim LASK sticht heraus. „Da waren wir in allen Belangen besser“, erinnert sich der Coach. Sowohl hinten als auch vorne zeigten sich die Youngsters als Minimalisten. 40 Gegentore waren die viertwenigsten. Im Sturm gaben sich bei 34 erzielten Toren nur Ried und WAC spartanischer.