Ein Wiedersehen hier, Aufnahmetests da. Die Akademie-Teams absolvierten gegen LASK die ersten Tests, Manuel Takacs kam als Gegner retour. Zudem steht die AKA-Aufnahme am Plan.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 21. Januar 2021 (01:12)

Eigentlich hätte man schon ab November den Kader für die zukünftige U15 (Jahrgang 2007) zusammenstellen wollen. Corona machte vieles unmöglich, so ist das Jänner-Programm dicht gestaffelt. Am Donnerstag der Vorwoche waren die „Auswärtigen“ (weder in der BFV-Landesauswahl noch in einem Burgenland-LAZ) dran. Von den 80 angemeldeten Spielern (acht sagten ab) wurden 30 herausgefiltert, die am heutigen Donnerstag – wieder in Ritzing – gemeinsam mit 30 Burgenländern die zweite Runde angehen. „Jetzt geht es rein um den fußballspezifischen Teil“, erklärt AKA-Geschäftsführer Oliver Snurer. Die Erfahrung lehrt hier, dass fünf bis zehn Spieler nicht weiterkommen. Denn am 28. Jänner finden die sportmotorischen Tests statt. Aus den rund 50 übrig bleibenden Testpiloten sollen dann 25 in den neuen AKA-Jahrgang aufgenommen werden. Vier Torhüter, der Rest Feldspieler – so in etwa kann man sich das Gesicht der U15-neu vorstellen. Das burgenländische Team besteht meistens aus einem großen Kader, es werden nämlich auch einige „Spätgeborene“ den Sprung schaffen.

In der Vorwoche war jedenfalls festzustellen, dass eine Technik-Beurteilung momentan sehr schwierig ist. Vielen Talenten sprang in den kombinierten Übungen aus Schnelligkeit (Lauf und Handlung) sowie Ballgefühl immer wieder die Kugel zu weit weg. „Kein Wunder, die haben seit Ende Oktober kein richtiges Fußballtraining mehr gehabt“, erläutert Trainer Ivo Smudla. „Nicht Jeder hat auch immer seinen besten Tag.“

Ein Hauptaugenmerk liegt also auf jeden Fall bei Spielformen. Die Aufteilung in zwei fixe Gruppen fällt weg, die Spieler werden nach Positionen eingeteilt. Los geht es um 9.45 Uhr, zuerst werden Trainer und Betreuer auf Covid getestet, dann alle Spieler. Übrigens: Am Donnerstag der Vorwoche waren in Ritzing alle negativ.

Alle drei AKA-Teams testeten gegen LASK

Dieser Rhythmus dürfte sich in den kommenden Wochen einschleifen: Montag Anreise in die Fußballakademie Burgenland, danach Corona-Testungen und anschließend eine Übungseinheit. Dienstag und Mittwoch werden drei weitere Übungseinheiten am (Kunst)rasen sowie in der Kraftkammer absolviert. Danach ist „frei“, ehe man am Freitag wieder kommt, erneut testet und am Samstag ein Freundschaftsspiel absolviert.

Während die U15 am Samstag zu einem Probegalopp nach Linz düste, begrüßten die Akteure der U16 und U18 die oberösterreichischen Altersgenossen in Mattersburg. U15-Trainer Christoph Morgenbesser hatte mit seinem LASK-Kollegen vereinbart, dass dreimal 30 Minuten absolviert werden. „So konnten alle 25 fitten Spieler mindestens eine halbe Stunde Spielzeit bekommen“, merkte der Chefcoach an. „Das ist aufgrund des aktuellen Spielverbotes im Amateurfußball extrem wichtig.“

Das Spiel fand bei starkem Schneefall auf Kunstrasen statt, wo alle Kicker zunächst Probleme mit dem rutschigen Untergrund hatten. „Es war extrem schwierig zu spielen, und es kam bei beiden Teams kaum ein Spielfluss zustande.“ In einer ausgeglichenen Partie verloren die Burgenländer das erste Testspiel knapp mit 3:4, wobei Moritz Luhn alle drei Tore beisteuerte. Morgenbessers Resümee: „Ein erster Test, der von den äußeren Umständen sehr beeinflusst wurde. Wir sind aber froh, wieder ein Spiel absolviert zu haben. Trotz der Niederlage bin ich nicht unzufrieden.“

Etwas unbeholfen wirkten dann die U16-Youngsters. Das Team von Trainer Ivo Smudla musste eine 0:7-Pleite einstecken. War man es im Herbst noch gewöhnt drei Leihgaben „von oben“ – also aus der U18 – zu bekommen, war es mit diesem Luxus jetzt vorbei. Anders der LASK, der mit zwei jahrgangsälteren Spielern und einem Matchkader von nur 14 Jungmännern angetreten war. Im Gegenteil zu den Gastgebern: Smudla setzte alle 21 fitten Youngsters ein. Lediglich Dominik Bekavac „durfte“ über die gesamte Spielzeit ran. „Wir hatten in der Anfangsphase sogar zwei gute Möglichkeiten, in Führung zu gehen“, erläuterte Smudla. Der erste Gegentreffer fiel unglücklich, Tormann Milos Hranisavljevic ließ sich von einem 25-Meter-Distanzschuss überraschen. Smudla sah dabei spielerisch gute Ansätze, doch in den entscheidenden Szenen konnten sich seine blutjungen und körperlich meist unterlegenen Jungs nur selten durchsetzen. „Ich mache niemandem einen Vorwurf“, so der Trainer abschließend. „Man muss immer genau analysieren, wie so ein Resultat zustande gekommen ist.“

Ein Wiedersehen mit dem Ex-Sportchef gab es dann im U18-Spiel. Manuel Takacs reiste als frisch gebackener LASK-Trainer an seinen ehemaligen Arbeitsplatz. Gastgeschenke gab es aber keine, die heimische Truppe von Chefbetreuer Christoph Witamwas steckte den zweimaligen Rückstand weg, bog die Sache noch mit 3:2 zurecht. Auch Witamwas setzte alle gesunden Kaderspieler ein. Gedanklich war man beim ersten Gegentreffer wohl noch in den Kabinen. Dann ging es mit Standardsituationen weiter. Nach einem Strafraumfoul verwandelte Milan Martinov (der einzige U18-Kicker, der durchspielte) einen Elfmeter zum Ausgleich. Die Linzer erwiesen sich als Meister der ruhenden Bälle, der zweite Gegentreffer resultierte aus einem sehenswerten Freistoß. „Wir hätten zu diesem Zeitpunkt schon deutlich führen müssen“, fasste Witamwas zusammen. „Der Linzer Tormann hat sensationell gehalten.“ Zur Halbzeit kamen zehn neue Kicker (darunter auch Goalie Robert Gregull, der zu Siegendorf wechselt und Marc Kögl, der nun in Oberwart engagiert ist – beide erhielten somit Spielpraxis) aufs Feld, was den Spielfluss nicht störte. „Für das erste Antreten bin ich schon sehr zufrieden“, so der Coach abschließend.