BFV: Vorläufiges Aus für Reserve-Beschluss

Erstellt am 03. Juli 2022 | 05:12
Lesezeit: 2 Min
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Foto: Fenz
Eine personelle Unsicherheit aufgrund der wieder steigenden Covid-Zahlen sowie eine rechtliche Empfehlung des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB) haben dazu geführt, dass der Vorstand des Burgenländischen Fußballverbands (BFV) seine neu beschlossene Reserve-Regelung nun doch wieder bis auf weiteres aussetzt.
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Die Regelung besagte, dass bei mehr als 25 Prozent „Nichtantreten“ der Reserve in weiterer Folge die Kampfmannschaft zum Handkuss kommen und absteigen müsste (beziehungsweise in der 2. Klasse ihr Aufstiegsrecht verlieren würde). Rechtlich stehe dieser Beschluss auf wackeligen Beinen, weshalb auch die juristische Empfehlung des ÖFB klar war.

Nach einer langen Diskussion im Kreise des Vorstands fiel dann die mehrheitliche Entscheidung: Es gibt künftig keinen Zwangsabstieg, dafür aber eine Erhöhung der Strafen. Diese sollen nicht nach einem vorgefertigten Katalog bemessen werden, sondern je nach Bedarf ausgestellt werden können. Sie sollen jedenfalls empfindlich ausfallen und im Vergleich zu den bisherigen Zahlen spürbar angehoben werden.

Zudem können Vereine, die durch „Nichtantreten“ des Gegners unschuldig zum Handkuss kommen, einen Einnahmenentgang durch eine Pönale über den BFV einfordern. Der Verband selbst wird parallel dazu einen Teil der zu entrichtenden Strafen in einem Topf bereitstellen. Dieser kommt all jenen Klubs zugute, die sämtliche Partien in der Reserve absolviert haben, beziehungsweise ohne „Nichtantreten“ ausgekommen sind. An sie wird der Pott nach Saisonende zu gleichen Teilen ausgeschüttet.