Wiesberger: Antalya durchwachsen, im Race weiter voran. Bernd Wiesberger verpasste in der Türkei ein Top-Resultat, steht im Race to Dubai aber weiterhin an der Spitze.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 14. November 2019 (06:06)
Endspurt. Bernd Wiesberger liegt zwei Turniere vor Saison-Ende im Race to Dubai voran, wird aber gegenüber den letzten beiden Auftritten eine Steigerung brauchen, um am Ende tatsächlich ganz oben zu bleiben.
APA (AFP)

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Platz 49 war letztendlich nicht wirklich das, was sich Bernd Wiesberger bei den Turkish Airlines Open in Antalya erhoffte. Immerhin blieb der Südburgenländer im Race to Dubai vorne und wird auch beim kommenden Event in Südafrika, der Nedbank Challenge, als Führender abschlagen.

Der Reihe nach: Beim Auftritt in der Türkei lief es für den 34-Jährigen nicht optimal. Die 70 am Schlusstag war seine beste Runde, damit war am Ende auch kein Spitzenplatz zu holen.

Den sicherte sich ein anderer Österreicher. Matthias Schwab schrammte nur denkbar knapp an seinem ersten Tour-Sieg vorbei. Der Steirer, der als Führender in die Schlussrunde ging, konnte diese zwar ins Ziel retten — allerdings nicht alleine. So musste Schwab mit sechs anderen Spielern ins Play Off. Am Ende blieben nur noch der Engländer Tyrrell Hatton und Schwab über.

Im dramatischen „Endspiel“ um den Turniersieg hatte Hatton dann die Nase vorne, Schwab wurde Zweiter und lässt nun Südafrika mit Blick Richtung Finalturnier in Dubai aus. Landsmann Wiesberger hingegen ist sehr wohl am Start, will wieder vorne mitmischen und seine Spitzenposition im European-Ranking beibehalten.

„Auf Südafrika muss man sich gut einstellen“

Im Vorfeld sagte er über dieses besondere Turnier: „Südafrika ist ganz speziell. Da stehst du um fünf Uhr in der Früh auf, gehst auf Safari, bist drei Stunden zwischen Elefanten und Löwen, fährst dann zurück und spielst eine Neun-Loch-Proberunde.“ Wie er es diesmal handhabt, wird sich zeigen. Viel wichtiger ist freilich die Darbietung am Golfplatz.

Über die Bedingungen sagte der Wahl-Bad Tatzmannsdorfer: „Das ist ganz was Spezielles und irgendwie eine kleine Oase, ein paar Stunden nördlich von Johannesburg. Den Golfplatz muss man mögen, der hat ein ganz eigenes Design. Man kommt vom Meeresniveau von der Türkei auf knapp 1500 Meter, da muss man sich darauf einstellen.“ Bleibt zu hoffen, dass es Wiesberger gelingt, sich eben bestmöglich in Südafrika zu präsentieren, um dann beim großen Finale in Dubai weiterhin in Pole Position zu sein.