Wiesberger in Dubai: Der letzte Schritt fehlte. Bernd Wiesberger reiste enttäuscht aus Dubai ab. Kurz vor dem großen Ziel, dem Race to Dubai-Sieg, wurde Österreichs Nummer eins noch von zwei Konkurrenten überholt.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 27. November 2019 (06:17)
Durchwachsen. Ausgerechnet beim letzten Turnier war Bernd Wiesbergers Leistung nicht so stark, wie bei vielen seiner Auftritte in diesem Jahr. Deshalb verpasste der 34-Jährige auch den Triumph in der Gesamtwertung im Race to Dubai.
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Die Chance für Bernd Wiesberger auf den größten Erfolg seiner Karriere war riesig. Als Führender in der Race to Dubai-Wertung reiste der 34-Jährige zum letzten Stopp der European Tour in die Vereinigten Arabischen Emirate, eben nach Dubai. Dort ließ der gebürtige Oberwarter allerdings die Topform von seinen drei Saisonsiegen (Dänemark, Schottland und Italien) im Saisonfinale der Europa-Golf-Tour schmerzlich vermissen.

Mehr als ein Platz 28 wurde es am Ende nicht und das war letztlich bitter. Vor allem, weil die direkte Konkurrenz um die Harry Vardon Trophy — im Gegensatz zum Südburgenländer — ein bärenstarkes Wochenende erwischte. Allen voran war der Spanier Jon Rahm, der sich vor dem Finale in Dubai eine sechswöchige Auszeit nahm, auf den Punkt genau in einer Topverfassung. Und die brachte dem 25-Jährigen am Ende rund fünf Millionen Dollar – drei für den Turniersieg und zwei für den Sieg im Race to Dubai. Neben Rahm zog auch noch der Engländer Tommy Fleetwood in der Jahreswertung am Österreicher vorbei.

17 Schläge Rückstand waren dann zu viel

Im Jumairah Golf Estates hatte Wiesberger schon starke Leistungen gezeigt, im Kampf um den für Österreichs Golfsport historischen Erfolg gelang dies am Ende nicht. Letztlich fehlten dem Wahl-Bad Tatzmannsdorfer 17 Schläge auf Triumphator Rahm. Und das war zu viel, um sich am Ende in die Siegerliste der Vardon Trophy einzutragen.

„Ein sehr enttäuschendes Ende eines insgesamt großartigen Jahres“, postete Wiesberger auch auf Facebook und gratulierte Jon Rahm. Nach abgeklungener Enttäuschung wird er diese weitaus beste Platzierung eines Österreichers auch zu schätzen wissen. Immerhin war es das erfolgreichste Jahr für Österreichs besten Golfer. Mit dem dritten Gesamtrang im Race to Dubai kassierte er auch noch 700.000 Dollar aus dem mit fünf Millionen dotierten Bonus-Pool. In sportlicher Hinsicht verbesserte er sich in der Weltrangliste zudem auf Platz 21 – das ist Karriere-Hoch.

Nun steht einmal Abschalten und Urlaub am Plan. Das Wettkampf-Golfjahr ist für Bernd Wiesberger zu Ende und beginnt dann wieder Anfang 2020, wenn Mitte Jänner der Saisonauftakt in Abu Dhabi steigt.