Wiesbergers Nordirland-Bilanz: ein solides Major. Bernd Wiesberger konnte nicht ganz an die beiden Turniere davor anschließen, resümierte aber zufrieden.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 24. Juli 2019 (06:37)
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Bernd Wiesberger blickt auf ein passables Open Championship-Turnier und ganz starke letzte Wochen zurück.

BVZ

Platz eins (Scottish Open) und Platz zwei (Irish Open) standen in den beiden Wochen vor den British Open in Nordirland auf Bernd Wiesbergers Habenseite. Klar hätte sich der Burgenländer insgeheim einen Tick mehr als Platz 32 erwartet, das achte Turnier in den letzten neun Wochen zehrte aber an den Kräften des 33-Jährigen.

Überragender Sieg von Shane Lowry

Dennoch — im Gegensatz zu Lokalmatador Rory McIlroy oder Tiger Woods — meisterte Wiesberger den Cut problemlos, ließ aber am Moving Day die Chance auf eine bessere Platzierung liegen — da gab es die einzige rote Runde (74). Am Finaltag blieb der Oberwarter dann bogeyfrei und reihte sich auf Rang 32 ein. Am Ende meinte er: „Es war nicht mein bestes Golf in dieser Woche.“

Beeindruckend war für Österreichs Nummer eisn die Kulisse und die Stimmung im Royal Portrush Golf Club. Diese genoss auch der Sieger Shane Lowry (Irland), der sich mit einer famosen Leistung und sechs Schlägen Vorsprung völlig verdient die Claret Jug-Trophäe und gleichzeitig seinen ersten Major-Titel sicherte.

Für Wiesberger würde am kommenden Wochenende eigentlich das WGC in Memphis anstehen, das lässt er allerdings aus. Statt Preisgeld und Weltranglistenpunkte gibt es nach den harten letzten Wochen eine nachvollziehbare Pause bis 15. August, wenn es für ihn auf der European Tour in Tschechien wieder weitergeht.

Am Montag spielte die aktuelle Nummer 41 der Welt übrigens noch beim Gary Player Invitational in Wentworth, einem Einladungs-Charity-Turnier für einen guten Zweck.