Beretzki: „Liensberger hat einfach eine geniale Art“. Der Güssinger Personalcoach freute sich mit Katharina Liensberger über ihre beiden Weltmeistertitel in Cortina d’Ampezzo.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 25. Februar 2021 (02:55)
Erfolgsduo. Toni Beretzki bei der Arbeit mit Katharina Liensberger.
Beretzki

Es war die WM der Katharina Liensberger. Nicht weniger als drei Medaillen brachte die sympathische Vorarlbergerin aus dem italienischen Cortina d‘Ampezzo nach Hause. Erst holte sie im Parallel-Bewerb ex aequo mit der Italienerin Marta Bassino Gold, ließ dann Bronze im Riesentorlauf folgen, ehe die Krönung mit dem Titel im Slalom folgen sollte. Mitbeteiligt am rot-weiß-roten Skimärchen ist Toni Beretzki als persönlicher Coach von Liensberger. „Ich habe schon 2017, als ich mich entschied, Kathi zu betreuen, ihr Potenzial gesehen“, sagt der Güssinger und ergänzt: „Sie ist bodenständig, geerdet und hat einfach eine geniale Art.“

Die ganz großen Gefühlsregungen hat der „alte Hase“ des personellen Trainings freilich nicht mehr. „Ich bin schon lange dabei und zu große Emotionen habe ich nicht mehr. Dennoch ist es natürlich eine Bestätigung meiner Arbeit“, schmunzelt der 51-Jährige, der noch im Vorjahr das deutsche Abfahrts-Ass Thomas Dreesen betreute und sich dann voll auf die Arbeit mit Liensberger konzentrierte. Mit Erfolg, denn Zufall sind die Medaillen nicht.

Belohnung. Drei Medaillen gab es bei der Ski-WM.
Beretzki

Ein Schwerpunkt liegt bei Wintersportlern schließlich in der sommerlichen Basis-Arbeit. Die war wegen Corona eingeschränkt. Kein Problem für Beretzki: „Ich baute ein Outdoor-Gym auf, womit wir auch im Freien trainieren können. Kathi verbrachte 70 oder 80 Prozent des Sommers bei uns in Güssing.“

Nicht ohne Grund vertraut die Neo-Weltmeisterin dem Südburgenländer. Seine Vita ist beeindruckend, Ski-Größen wie Hans Knaus oder Benni Raich sind ehemalige Zöglinge. Ein fünfjähriger Abstecher zum US-Skiteam war ebenso dabei. Aber auch im Fußball zählte man stets auf Beretzkis Expertisen. So war er schon bei RB Salzburg, Rapid oder auch Spartak Moskau (zu Zeiten von Martin Stranzl) tätig. Aktuell leitet er im Bundesministerium für Landesverteidigung die Abteilung Heeressport. Mit Freude, denn: „Es macht nach wie vor großen Spaß. Wir sind auch nicht so beeinträchtigt, weil wir meist im Freien unterwegs sind und den Spitzensport-Status genießen.“