Papa Fuhrmanns WM-Bilanz: „Leistung ist beeindruckend“. Trainer und Papa Ferdinand Fuhrmann schwärmte vom doppelten Nachwuchs-WM-Titel seiner Töchter.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 03. Dezember 2019 (05:58)

Wallern und Jiu Jitsu, das hat Tradition. 1994 holten sich Ferdinand Fuhrmann und Sabine Kampf sowohl den Welt-, als auch den Europameistertitel im Jiu-Jitsu-Duo-Bewerb. Was die beiden Geschwister damals schafften, gelang nun Ferdinands Töchtern Anna (20) und Lisa (17) – vorerst im Nachwuchs.

Die beiden Athletinnen (sie werden vom erfahrenen Vater betreut) des Jiu Jitsu Clubs Vila Vita Pannonia Wallern krönten sich nach dem Europameistertitel im Oktober in Kreta zuletzt auch in Abu Dhabi zu Weltmeistern im U21- (Anna) und im U18-Bewerb (Lisa). Ganz nebenbei behauptete sich Anna Fuhrmann auch in der Allgemeinen Klasse im Fighting-Bewerb mit Platz fünf, in deren Zuge sie die regierende Europameisterin und spätere Weltmeisterin Oxana Moskalenko voll fordern konnte. Endstand 9:9, lediglich die Anzahl an Ippon-Wertungen entschied zugunsten der Russin.

Schwester Lisa Fuhrmann brachte neben Gold im Fighting auch noch Silber im Ne waza (wo vorwiegend am Boden gekämpft wird) mit nach Hause. Nur logisch, dass Trainer und Vater Ferdinand Fuhrmann nach dieser WM – bei der knapp 1.200 Teilnehmer aus 65 Nationen erstmals gemeinsam in U18, U21, Allgemeiner Klasse und Masters an den Start gingen – hochzufrieden bilanzierte. „Ich bin megastolz. Es ist für mich beeindruckend, wie die beiden nach dem EM-Titel auch drei Wochen später wieder punktgenau ihre Leistung abrufen konnten. Wahnsinn war auch der zweite Platz von Lisa im Ne waza und die Top-Leistung von Anna in der Allgemeinen Klasse. Jetzt haben sie sich erst einmal eine Wettkampfpause verdient und dann geht es an die Planung und Vorbereitung für 2020.“

Zuversicht für die nächste Altersstufe

Ein gutes Stichwort. Auch die beiden Nachwuchs-Weltmeisterinnen blicken längst nicht nur zurück, sondern bereits nach vorne. So sagt Anna Fuhrmann: „Mein großes Ziel war immer der U21-WM-Titel. Ich bin jetzt sehr glücklich, dass ich dieses Ziel im letzten U21-Jahr erreicht habe. Stolz bin ich, dass ich auch in der Allgemeinen Klasse mit den Besten mithalten konnte. Das stimmt mich vor allem für die Zukunft sehr positiv.“

Und Schwester Lisa, die nach dem WM-Titel im Vorjahr bis 57 kg heuer auch in der Klasse bis 63 kg zuschlug, ergänzte mit Blickrichtung nächster Altersstufe: „Ich freu mich schon auf nächstes Jahr und hoffe, dass ich auch in der U21 an diese Erfolge anschließen kann.“

Die goldenen WM-Athletinnen wurden gemeinsam mit weiteren erfolgreichen Vereinsmitgliedern am vergangenen Wochenende geehrt. Kein Wunder: Das Sportjahr 2019 war für den Jiu Jitsu Club Vila Vita Pannonia Wallern schließlich eines der erfolgreichsten Jahre. Und das gehörte entsprechend gefeiert.