Tägliche Turnstunde: Schwerpunkt wird verlagert. Die NMS fällt aus dem Projekt, dafür werden die Kindergärten berücksichtigt. ASKÖ Burgenland zog dabei Bilanz.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 31. August 2018 (05:37)
Daniel Fenz
Präsident Christian Illedits, Bewegungscoach Hieu-Tam Nguyen, Pflichtschulinspektor Alfred Lehner (hinten v.l.) mit Kindern.

Landtagspräsident und ASKÖ Burgenland-Präsident Christian Illedits erläuterte gemeinsam mit Bewegungscoach Hieu-Tam Nguyen und Pflichtschulinspektor Alfred Lehner in Oberwart die aktuelle Situation der „Täglichen Turnstunde“.

Zur Vorgeschichte: Das Pilotprojekt wurde unter dem damaligen Sportminister Hans Peter Doskozil im Schuljahr 2016/17 im Burgenland gestartet. 80 Prozent der Pflichtschulen (178 Volks- und Neue Mittelschulen) nahmen daran teil. Da die zusätzlichen Bewegungseinheiten nicht von den Sportlehrern alleine bewältigt werden konnten, werden seitdem ausgebildete Trainer bei den drei Sport-Dachverbänden im Burgenland beschäftigt.

Im vergangenen Schuljahr wurde erfolgreich auf alle Bundesländer ausgeweitet, im kommenden Schuljahr fallen aber alle Neuen Mittelschulen aus dem Projekt. Zukünftig soll das Projekt „Tägliche Bewegungs- und Sporteinheit“ jedenfalls in die bestehende Initiative „KinderGesundBewegen“ eingegliedert werden, die jedoch nicht für Zehn- bis Vierzehnjährige vorgesehen ist, sondern für Volksschulen und Kindergärten.

Der Schwerpunkt soll hier dem Kindergarten gelten. Im Burgenland betrifft das insgesamt 104 Klassen, bundesweit sind es 300. „Ich sehe diese Änderungen mit einem lachenden und weinenden Auge. Einerseits wäre es wünschenswert, dass die Sekundarstufe weiterhin Teil des Projekts bliebe. Den Schwerpunkt auf die Jüngsten, die Kindergartenkinder, zu legen, bietet aber ebenfalls wichtige Vorteile“, so Illedits.

Pflichtschulinspektor Alfred Lehner über die Änderung im kommenden Schuljahr: „Nachdem die Pilotierung im Burgenland so erfolgreich war, ist der Wunsch der Schulen, das Projekt zumindest im momentanen Ausmaß weiterzuführen“.