Austrian Top Meeting in Eisenstadt: „War echt genial“. Sportlich und organisatorisch war das größte Leichtathletik-Event, das es im Burgenland je gab, ein voller Erfolg.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 11. Juli 2020 (02:58)
Stolz. Organisator Rolf Meixner, Sport Austria-Präsident Hans Niessl, Eisenstadts Bürgermeister Thomas Steiner.
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„Es hat sogar meine eigenen hohen Erwartungen übertroffen“, resümierte Rolf Meixner stolz. Für den Organisator des Raiffeisen Austrian Top Meetings in der Landeshauptstadt war das Event am Donnerstag der Vorwoche den Aufwand absolut wert — sportlich und organisatorisch.

Die Athleten sparten nicht mit Lob für das größte und hochkarätigste Leichtathletik-Meeting, das im Burgenland je über die Bühne ging.

„Das heißt schon was, er hat als WM-Dritter und Olympia-Starter ja bisher nicht nur im Garten den Diskus herumgeworfen.“Rolf Meixner weiß das Lob von Star Lukas Weißhaidinger zu schätzen

Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger meinte etwa, es sei eines der besten Erlebnisse gewesen, bei Flutlicht in Eisenstadt zu werfen. „Das heißt schon was, er hat als WM-Dritter und Olympia-Starter ja bisher nicht nur im Garten den Diskus herumgeworfen“, weiß Meixner das Lob des Top-Stars zu schätzen.

Weißhaidinger war von der Anlage so begeistert, dass er sich sofort eine Jahreskarte für die Leichtathletikanlage besorgte. Mittlerweile wurde für ihn sogar eine Anlage zur Videoanalyse installiert.

Sensation. Rolf Meixner war nach der Silbermedaille von Niklas Strohmayer-Dangl aus dem Häuschen.
WP

Noch zufriedener mit dem Leichtathletik-Standort Eisenstadt äußerten sich die Sprinter. Jan Volko, Sieger über 100 Meter mit einer Zeit von 10,25 Sekunden, sprach gar von der schnellsten Bahn, auf der er je gelaufen sei — und das trotz teilweise starkem Regen.

Die Zeiten im Finale unterstreichen die Einschätzung des Hallen-Europameisters: Von zwölf Läufern im A- und B-Finale stellten fünf eine neue persönliche Bestzeit auf. „Wir haben lange am Belag getüftelt, die Mischung ist uns schließlich extrem gut gelungen“, teilt der Organisator die Meinung der Athleten.

Schnelle Bahn lockt die Elite ins Burgenland

Die schnelle Bahn wird voraussichtlich auch in Zukunft die Leichtathletik-Elite auf der Jagd nach Bestzeiten nach Eisenstadt führen, es gab beim „Vater“ der Anlage, Rolf Meixner, bereits einige hochkarätige Anfragen für kommendes Jahr.

„Wir haben aufgrund der optimalen Lage immer schnelle Windverhältnisse. Auf der Zielgeraden gibt es generell mehr Rückenwind als Gegenwind auf der gegenüberliegenden Seite. Dadurch ergibt sich immer ein bis drei Meter pro Sekunde Überschuss beim Rückenwind“, so die physikalische Erklärung für den Rekord-Reigen.

Aufgrund der Corona-Maßnahmen wurde die Zuschauerzahl entsprechend beschränkt. Zahlreiche Interessierte ließen sich dadurch nicht abhalten und verfolgten das Meeting durch den Zaun. „Es tut uns natürlich leid, dass wir Zuschauer abweisen mussten. Aber es ehrt uns auch, dass trotz Regens das Interesse so enorm groß war“, so Meixner hörbar gerührt. „Das war sensationell.“

Die größte Freude hatte der Leichtathletik-Guru aber mit seinem Schützling Niklas Strohmayer-Dangl, dem einzigen Starter der Leichtathletik Akademie Eisenstadt. Der 18-Jährige sorgte mit seinem überraschenden zweiten Platz über 400 Meter Hürden für ausgelassenen Jubel bei Fans, Trainern und Zaungästen.

„Ein großes Dankeschön an die 80 Helfer, den ÖLV und die Stadtgemeinde Eisenstadt. Ohne ihre Unterstützung wäre das alles nicht möglich gewesen“, betont Meixner. Als nächste Highlights gehen auf der Leichtathletikanlage in Eisenstadt im Herbst die U16- und U20-Staatsmeisterschaften über die Bühne. Am Kalender stehen auch noch einige Kinder-Events, zudem ist ein Laufbewerb in Planung.

Für nächstes Jahr ist eine zweite Auflage des Meetings in Eisenstadt geplant. Nach dem positiven Zuspruch der Athleten und Trainer wird der Leichtathletik-Standort Burgenland wohl häufiger zum Zug kommen und Spitzensportler in die Landeshauptstadt locken, schätzt Meixner.