Eisenstädter Erfolgs-Jahr mit Plan

Erstellt am 21. November 2022 | 05:52
Lesezeit: 3 Min
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Erfolgs-Trio: Marie Glaser, Niklas Strohmayer-Dangl und Emil Bezecny.
Foto: zVg/LA Eisenstadt
Drei Schützlinge der Leichtathletik Akademie Eisenstadt schafften EM-Qualifikationen. Dahinter steckt neben dem Einsatz der Aktiven auch ein durchdachtes Individualtraining.
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Die Leichtathletik Akademie Eisenstadt hat ein Top-Jahr hinter sich. Cheftrainer Rolf Meixner und sein Team, Ronja Leitner, Lukas Mössner und Andreas Bezecny, trainierten in den letzten zwölf Monaten durchgängig drei Athleten. Alle drei konnten sich im Nationalteam nach oben arbeiten und für Europameisterschaften qualifizieren. Damit sind die Aktiven auch voll im Plan der Akademie-Strategie.

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Rolf Meixner ist am Trainersektor der Mastermind der Leichtathletik Akademie Eisenstadt.
Foto: zVg/LA Eisenstadt

Meixner: „Unser Ziel ist es alle Athleten, die bei uns leistungssportlich trainieren, binnen zwei Jahren zu EM, WM und Olympia zu bringen und jene, die bei uns sechs Jahre trainieren, zu deutlich mehr.“ Die Bilanz der Youngsters:

Emil Bezecny. Begonnen hat die erfolgreiche Saison schon 2021 mit seiner Quali zur U20-Crosslauf-EM am 12. Dezember in Dublin. Dabei belegte der damals 17-Jährige den 35. Platz. Im Jahr 2022 kam der Dauerrenner aus Neudörfl in der zweiten Saisonhälfte in Höchstform und stellte im September beim Stadtlauf in Ebreichsdorf mit 29,56 Minuten einen neuen österreichischen U20-Fabel-Rekord über zehn Kilometer auf der Straße auf. Bezecny ist somit auch fünftschnellster U20-Europäer in diesem Jahr. Zusätzlich schaffte er damit die Vorqualifikation für die U20-Crosslauf-EM am 11. Dezember in Turin. Am Sonntag muss Emil für die nächste EM-Teilnahme seine Form bei der ÖM-Cross in Vorarlberg noch bestätigen.

Marie Glaser. In der Halle knackte die Nachwuchsathletin über 1.500 Meter mit 4:45,61 Minuten den U18- und U20-Rekord des burgenländischen Landesverbandes. Sie sichert sich damit den U18-Meisterschaftstitel in ihrer Klasse. Im Freien verbesserte die 16-Jährige die Zeit auf 4:38,55 Minuten, startete im Juli bei ihrem EM-Debüt in Jerusalem bei der U18 und erreichte den 19. Platz. Mit einer Zeit von 4:41,62 bestätigte Glaser ihre Form und konnte sich um fünf Plätze gegenüber der Entry-List verbessern. 

Niklas Strohmayer-Dangl . Der 20-Jährige errang nach nur knapp eineinhalb Jahren Training mit Meixner in der Halle über 400 Meter in 48,90 Sekunden den Staatsmeistertitel – neuer rot-goldener Rekord in der Allgemeinen Klasse. Es war der Start eines tollen Jahres. Strohmayer-Dangl qualifizierte sich als 32. der Europa-Rangliste über 400 Meter Hürden für die EM in München, bei der er 30. wurde. Verantwortlich dafür waren Leistungen wie der historische Sieg bei den Balkanmeisterschaften in Rumänien mit 50,72 Sekunden oder der Erfolg in Tirol bei den U23-Meisterschaften. 50,62 machten ihn zum schnellsten Österreicher über 400 Meter Hürden seit 19 Jahren. Abgerundet wurde der Erfolgslauf noch durch zwei weitere burgenländische Rekorde über 200 Meter – 21,76 und 21,61 Sekunden.

Dementsprechend stolz zeigt sich Cheftrainer Rolf Meixner auch: „Unser individuell angepasstes Konzept sollte nahezu immer binnen zwei Jahren so greifen – dass es bei allen schon nach einem Jahr Training zu EM-Teilnahmen reichte, ist unfassbar.“ Nicht nur die guten Bedingungen der Leichtathletikarena Eisenstadt waren ein wesentlicher Faktor. Meixner und Co. setzen viel auf Videoanalyse, differenzierte Kraftentwicklung, eine Vielzahl an leistungsdiagnostischen Maßnahmen und außergewöhnlich einfache Regenerationsmaßnahmen. Mit Erfolg.