Fußballakademie: „Diese Rückrunde war überragend“. Bei der Bilanz der Verantwortlichen stach der U15-Vizemeistertitel heraus. „Frühjahr war sensationell.“

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 06. Juni 2019 (05:50)
Zufriedenstellende Bilanz: Fußballakademie-Sportchef Franz Ponweiser, U15-Cheftrainer Manuel Takacs und AKA-Aufsichtsratsvorsitzender Christian Illedits (v.l.) haben derzeit leicht lachen.
Fenz

BVZ

95 Punkte bedeuten in der Saison 2018/2019 Punkterekord in der nunmehr zehnjährigen Geschichte der Fußballakademie (AKA) Burgenland. Alleine 43 davon heimste die U15 von Trainer Manuel Takacs in ihren 22 Saisonspielen ein.

Besonders beeindruckend: In der Frühjahrstabelle gingen die U15-Cracks sportlich förmlich durch die Decke, 27 Punkte (neun Siege, zwei Unentschieden) bedeuteten Platz eins in der Rückrunde (fünf Punkte vor Meister Salzburg) und in Summe den Vizemeistertitel.

„Da reift ein goldener Jahrgang heran“

„Das Frühjahr war sensationell. Da reift ein goldener Jahrgang heran“, ließ AKA-Sportchef Franz Ponweiser bei einer Bilanz-Pressekonferenz wissen. Interessantes Detail: Chefcoach Manuel Takacs und seinem neuen Team gelang nach einer tollen Vorbereitung in den ersten fünf Runden lediglich ein Sieg, dann wurde die 15er jedoch immer stärker und stärker. Ein Erfolg, den sich der 33-jährige gebürtige Südburgenländers Takacs, der neben seiner AKA-Funktion als Lehrer an der NMS Theresianum tätig ist, an seine Fahnen heften darf.

Ponweiser: „Der Erfolg spricht für sich. Er arbeitet extrem akribisch und ist auch nach den ersten Runden ruhig geblieben. Dann hat man gesehen, wie hoch das Niveau ist. Schön ist auch, wie sich die Trainer in der Akademie gemeinsam mit den Spielern entwickeln. Es gibt hier eine super Synergie.“

Das Ergebnis ist nun mit Platz zwei für die U15, deren bestes Resultat bislang ein sechster Rang 2013/2014 war, gut sichtbar. Die U18 unter Ivo Smudla schloss als Sechste ab, ebenfalls ein Bestwert (bislang Platz sieben 2015/2016). Durchwachsen sei die Saison der U16 verlaufen, die als Neunter laut Ponweiser „auch vom Mannschaftsgefüge her nicht optimal aufgetreten ist“. Nachsatz: „Trotzdem erhoffen wir uns hier vier, fünf Sternchen, die rauskommen. Es gibt extrem gute Einzelspieler.“

Schwierig sei die Saison auch für die U18 verlaufen, weil zahlreiche Kicker bei den SVM Amateuren zum Einsatz kamen. „Ein Beleg für die Durchgängigkeit“, nahm der Sportchef die hohe Fluktuation positiv auf. Ein Umstand gefiel ihm generell: „Bei den Auftritten unserer Teams konnten wir uns meistens mehr Spielanteile erzwingen. Das zeigt die gute Entwicklung.“

Veränderungen im Trainerteam folgen

All das freut freilich auch den AKA-Aufsichtsratsvorsitzenden, Christian Illedits: „Es macht uns stolz, auf die erfolgreichste Saison in der Akademie-Geschichte zurückblicken zu können.“ Ein Indiz für das sportliche Niveau ist auch der Umstand, dass erstmals elf AKA-Akteure (neun davon Burgenländer) in diverse Nachwuchs-Teams einberufen wurden. Und was folgt nun? Die erfolgreiche U15 wird zur U16, ein neuer U15-Jahrgang steht schon in den Startlöchern.

Ponweiser: „Die Zielsetzung wieder so anzusetzen, wäre utopisch. Aber wir haben einen guten Jahrgang, in dem wir die besten Burgenländer halten konnten. Außerdem haben wir die Mannschaft gezielt verstärkt, das wird also eine sehr interessante Sache.“

Wer die Teams betreuen wird, soll in der kommenden Woche bekanntgegeben werden. Namen gibt es noch keine, Ponweiser kündigt aber Umstrukturierungen im Betreuerstab an. Zudem soll künftig ein Talente-Manager installiert werden.

Bundesfinale im Coca- Cola CUP vor der Tür

Neben der Freude beim Blick zurück regiert bei der Crew der Fußballakademie übrigens auch schon wieder die Vorfreude: Zum zweiten Mal in Folge ist die AKA Austragungsstätte des Bundesfinales im Coca-Cola CUP für U12-Teams. Gespielt wird am 15. und 16. Juni – eine detaillierte Vorschau finden Sie in der nächsten BVZ-Ausgabe.