Burgenland-Segler bei WM im Segel-Mekka. Thomas Zajac und Barbara Matz (Nacra17) sowie Tanja Frank und Lorena Abicht (49er-fx) sind aktuell im WM-Modus.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 01. Dezember 2019 (06:11)
Für Thomas Zajac und Barbara Matz geht es in Neuseeland nicht zwingend um Medaillen. Der Fokus liegt primär auf Olympia.  Foto: instagram.com/tomsailing
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Für die burgenländischen Boote steht in der kommenden Woche von 3. bis 8. Dezember das letzte Groß-Event vor den Olympischen Spielen 2020 auf dem Programm — die Weltmeisterschaft in Neuseeland. Das 49er-fx-Gespann Tanja Frank und Lorena Abicht (Union Yacht Club Neusiedlersee) ist mittlerweile seit knapp vier Wochen vor Ort, hat mehrere Trainingsblöcke abgeschlossen — und segelt auch auf einem neuen Boot.

Lorena Abicht (l.) und Tanja Frank segeln in Neuseeland erstmals mit ihrem neuen Boot und gehen zuversichtlich in die Weltmeisterschaft. Foto: Renedo
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„Wir sind damit sehr glücklich. Es fühlt sich um einiges besser an. Es ist richtig schnell“, so Tanja Frank. Flaches Wasser und viel Wind — die Bedingungen im WM-Revier liegen dem Duo, das sich für die Weltmeisterschaft einiges vornimmt: „Das ist ganz gut für uns. Druck hat man immer, aber wir wissen, was wir brauchen. Es gilt unseren Plan umzusetzen.“

Schließlich soll dann im besten Fall das bereits gelöste Nationenticket für Olympia auch tatsächlich an das Duo Frank/Abicht gehen.

Auckland ist ein Schritt in Richtung Tokio

Ebenfalls mit dabei im 49er-fx ist mit Angelika Kohlendorfer und Lisa Farthofer ein Duo, das für den Yachtclub Podersdorf sowie den Yachtclub Attersee gemeldet ist.
Auch die Nacra17-Segler Thomas Zajac und die Neusiedlerin Barbara Matz sind längst in Auckland, um sich auf die WM einzustimmen.

Für Zajac, der sich im Sommer eine Knieverletzung zuzog, weiterhin eine besondere Herausforderung: „Es ist noch nicht perfekt. Die meiste Zeit segle ich mit Schiene. Ab und zu bekomme ich einen stechenden Schmerz. Das ist für ein gesundes Knie schon eine große Belastung, für ein kaputtes aber mörderisch“, so Zajac, der bei der WM trotzdem ohne Schiene segeln will, „weil sie doch sehr störend ist.“

Auckland selbst ist für Zajac ein Segel-Mekka: „Da treffen sich alle möglichen Boote, da trainieren extrem viele Jugendliche – richtig lässig. Der Segelsport hat nach Rugby den größten Stellenwert.“ Und Training steht beim Nacra17-Team derzeit im Vordergrund: „Weil wir einiges zu tun haben, seit der Kieler Woche keine Regatta bestritten haben. Speedmäßig gilt es aufzuholen.“

Deshalb ist die Weltmeisterschaft auch nur ein Zwischenstopp auf dem Weg nach Tokio 2020. „Wichtig ist für uns viele Stunden am Wasser zu haben, um gutzumachen, was uns eben durch meine Verletzung fehlt.“ Bevor am 3. Dezember die WM startet, gibt es in dieser Woche mit der Regatta „Ozeania“ eine stark besetzte Generalprobe.