Surf Weltcup: Organisatoren „auf alles vorbereitet“

Nach der pandemiebedingten Absage im Vorjahr lockt das Großevent die Surfer-Elite heuer wieder an den Neusiedler See.

Erstellt am 01. April 2021 | 04:10
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Lokalmatador. Max Matissek aus Weiden und seine Windsurf-Kollegen trotzen von 23. bis 25. April der Pandemie beim Surf Weltcup in Neusiedl. Ob Zuschauer kommen dürfen, ist aktuell noch unklar.
Foto: Martin Reiter, Martin Reiter

Im aktuellen Absagen-Reigen bei Großveranstaltungen sticht der Surf Weltcup in Neusiedl/See heraus: Organisator Georg Kloibhofer will trotz der Unsicherheit und vieler offener Fragen am Termin festhalten. Von 23. bis 25. April jagen in Neusiedl wieder die besten Surfer der Welt nach Edelmetall. Ob es aber überhaupt ein Rahmenprogramm geben darf und welche Bewerbe stattfinden können, ist aktuell noch unklar.

Offene Fragen einen Monat vor dem Event

„Es ist noch vieles offen, fix ist aber: Die EFPT-Freestyler dürfen einreisen und kommen nach Neusiedl. Nachdem es sich dabei um Spitzensport handelt, ist zumindest dieser Teil des Events gesichert“, erklärt Kloibhofer der BVZ. „Etwa 30 Fahrer aus Europa haben bereits zugesagt und fahren hier einen Contest.“

Nur weil es sich um einen Randsport handelt, will sich Kloibhofer das Event jedenfalls nicht entgehen lassen: „Wieso sollten nur Formel 1 und Fußball stattfinden? Alle Sportarten sollten zumindest auf Weltklasse-Niveau möglich sein. Immerhin gehört Sport zum Leben wie Essen und Trinken.“

„Das ist der erste Lichtblick am Ende eines tiefschwarzen Tunnels.“Georg Kloibhofer, Organisator des Surf Weltcups am Neusiedler See, sieht sich selbst als „Möglich-Macher“.

Das grüne Licht für die Profis diene ihm als Antrieb für die weitere Planung. Fraglich ist etwa, ob Zuschauer kommen dürfen. „Mehr als 500 Besucher werden es jedenfalls sicher nicht sein. Nach dem Motto: klein, aber fein.“ Für diesen Fall habe man bereits einen Plan in der Schublade, damit die Leute nicht auf einer leeren Wiese sitzen müssen. „Was alles möglich sein wird, werden wir erst sehen — das entscheiden die Regierung und die Veranstaltungsbehörde (Anm.: BH Neusiedl).“ Mehr Klarheit erhofft sich der Organisator in den nächsten Woche.

Er selbst sieht sich als „Möglich-Macher“, der den „ersten Lichtblick am Ende des tiefschwarzen Tunnels“ nutzt und so auch anderen Mut geben will. Möglich sei dies einerseits durch die Garantien des Bundes, die im Falle einer Verschärfung der Covid-Maßnahmen einen Kostenersatz bieten. Ein besonderer Dank gelte auch dem „Land Burgenland, das unser Event schlussendlich finanziert. Ich alleine könnte das nicht. Ohne Zuschauer ist es aus wirtschaftlicher Sicht natürlich nicht gerade empfehlenswert, so etwas zu veranstalten“, gibt Kloibhofer zu. Per Livestream soll das Event aber Fans erreichen. „Auch wenn die Leute nicht vor Ort sein können, wollen wir ihnen die burgenländische Sonne nach Hause schicken und die Schönheit des Neusiedler Sees in die Welt tragen.“