Bernd Eibler: „War immer überzeugt“

Erstellt am 11. September 2021 | 03:07
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Traute Zweisamkeit. Aktuell kann Bernd Eibler die Zeit abseits des Fußballs bei den New York Red Bulls mit seiner Freundin Julia Schumlitsch verbringen – sie ist noch bis Ende September bei ihm in den USA. Danach ist der 27-Jährige wieder alleine aktiv. Langweilig wird ihm aber nicht, die Fußballaufgabe beschäftigt den Burgenländer ohnehin ständig.
Foto: zVg/Eibler
Der Siglesser fühlt sich bei New York Red Bulls pudelwohl und hat noch nichts bereut.
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Seit Februar ist Bernd Eibler im Großraum New York beruflich aktiv, konkret im Bundesstaat New Jersey, wo die New York Red Bulls beheimatet sind. Dort arbeitet der 27-Jährige als Co-Trainer an der Seite von Chefcoach Gerhard Struber. „Von Beginn weg war ich von der Entscheidung in die USA zu gehen überzeugt. Ich habe den Schritt seitdem nie bereut.“

Auch wenn es sportlich bislang durchwachsen läuft, was die Ergebnisse der Red Bulls in der laufenden Saison der Major League Soccer (MLS) betrifft. Noch sind die US-Bullen in der bis 7. November laufenden „Regular Season“, vergleichbar mit dem Grunddurchgang der Bundesliga, nicht über dem ominösen Strich, um dann in den Play-offs durchstarten zu können. Für den Einzug in die K.o.-Phase muss die Mannschaft in der Eastern Conference unter die Top-Sieben, aktuell ist das Team Zwölfter mit acht Punkten Rückstand auf den besagten siebenten Platz. Eibler relativiert allerdings: „Wir sind zwar von den Ergebnissen her noch hinten nach, die Liga ist vom Niveau her aber komplett eng beisammen. Jeder kann jeden schlagen, zuletzt haben wir MLS-Sieger Columbus daheim 1:0 bezwungen. Zudem fehlen uns zwei Heimspiele, die erst nachgetragen werden müssen.“

Nach der länderspielbedingten Pause wartet auf die Red Bulls mit D.C. daheim (12.9.), Columbus auswärts (15.9.), Miami auswärts (18.9.), dem Derby gegen New York City daheim (23.9.) und sofort danach auswärts (26.9.) sowie Philadelphia daheim (30.9.) ein richtig dichtes September-Programm. Hier gilt es die Mängel von zuletzt abzustellen, wie auch die erhobenen Daten belegen. „Bei Pressing oder Gegenpressing sind wir ligaweit top. Unser Thema ist der Abschluss in der letzten Zone, da spielen wir nicht sauber genug.“ Kurzum: Chancen nutzen und den Anschluss an die Top-Plätze im Osten wieder finden – so in etwa lautet die Devise. Dafür arbeitet das Duo Struber/Eibler mit der Mannschaft, um eben auch den Erfolg rasch abrufen zu können.

Kleinstadt-Flair neben der Metropole New York

Die Rahmenbedingungen für die tägliche Arbeit sind jedenfalls – ganz Red-Bull-like – top, Bernd Eibler gerät hier gerne ins Schwärmen: „Das Trainingszentrum ist ausgezeichnet, wir finden hier wirklich beste Bedingungen vor.“ In unmittelbarer Nähe hat Bernd Eibler mit einer Wohnung im US-Städtchen Morristown mit seinen knapp 20.000 Einwohnern auch seinen aktuellen Lebensmittelpunkt. „Von der Größe her ist das eine sehr liebe, kleine Stadt, in der ich mich wohlfühle.“ Rund zehn Minuten zum Trainingszentrum auf der einen Seite und etwa 40 Minuten rüber nach Manhatten in New York City bieten in beide Fahrtrichtungen gute Perspektiven. Die auch schon Eiblers Freundin Julia Schumlitsch genießen konnte. Sie ist derzeit bis Ende September an seiner Seite in den USA, ehe es studienbedingt dann wieder retour geht.

Fern der Freundin und der Familie geht es dann für den Siglesser ab Oktober wieder alleine weiter. Wobei ohnehin nicht viel Zeit für Heimweh bleibt, wie der Fußball-Freak zugibt. „Klar gibt es Momente, in denen es nicht so leicht ist. Aber an sich bin ich durch das Fußballthema ständig beschäftigt.“