Neusiedl am See , Breitenbrunn

Erstellt am 30. Dezember 2018, 06:55

von Martin Ivansich

Zajac' Ziel für Tokio: „Nicht schlechter als Rio sein“. Tom Zajac will im Nacra17 bei Olympia 2020 zumindest so erfolgreich sein wie bei den Spielen in Rio – also Bronze …

Barabara Matz und Thomas Zajac sind auf Tokio fokussiert.  |  OeSV

Gemeinsam mit den argentinischen Olympiasiegern 2016, Santiago Lange und Cecilia Carranza Saroli, sowie vier weiteren Booten trainierten Thomas Zajac und Barbara Matz bis vergangenen Sonntag in Südamerika — genauer gesagt in Uruguay.

Konstant und zielgerichtet. Thomas Zajac und Barbara Matz waren im vergangenen Jahr immer unter den Top-Ten. Für die Olympischen Spiele 2020 hat man eine Medaille im Visier.  |  zVg/Tobias Stoerkle

„Wir waren bis zu fünf Stunden pro Tag auf dem Wasser und haben schon sehr viele Kilometer zurückgelegt. Wenn es einmal einen Tag mit drehenden Winden gab, dann konzentrierten wir uns auf Manöver- und Techniktraining“, berichtete Thomas Zajac, für den jedes Training auch ein Ausloten der Grenzen ist: „Man muss stets einen Kompromiss machen und darf das Limit nicht komplett überschreiten.“

Wie schnell es gehen kann, zeigte sich bei einer Einheit, als Barbara Matz, die glücklicherweise unverletzt blieb, abgeworfen wurde. „Ich habe mich nicht richtig festgehalten. Aber wenn es bisschen schmerzhaft ist, merkt man es sich schneller,“ verlor die Burgenländerin trotzdem nicht ihren Humor.

Dass sich das österreichische Nacra 17-Duo bereits ausgiebige Gedanken in Richtung Tokio 2020 machen darf, liegt an der starken Saison 2018. Im erst zweiten gemeinsamen Jahr schafften es Zajac/Matz bei jeder Regatta unter die Top-10-Nationen und lösten auch bei der WM vor Aarhus souverän das Nationenticket.

„Bei viel Wind und Welle sind wir stark“

„Wir sind sehr zufrieden mit dem Jahr, schon der Start in Miami ist gelungen. Wir haben unsere Ziele erreicht, es war natürlich viel auf die WM ausgerichtet. Leider haben wir gerade da beim Boot die falsche Entscheidung getroffen und hatten bei Leichtwind starke Probleme. Aber wir konnten auch diese Situation bewältigen,“ bilanziert die 20-jährige Vorschoterin.

Um in knapp eineinhalb Jahren am Leistungsmaximum zu sein, gilt es weiter konstant gut zu arbeiten. „Bei viel Wind und Welle sind wir stark, bei diesen Bedingungen könnten wir schon jetzt um die Medaillen mitfahren. Bei Leicht- und Mittelwind müssen wir noch ein paar Schrauben festziehen. Eine gewisse Erwartungshaltung und auch Druck ist da. Ich will in Tokio nicht schlechter abschneiden als in Rio,“ gibt der Olympia-Dritte von 2016 die Richtung vor.

Die beiden OeSV-Athleten werden die Weihnachtsfeiertage im Kreis ihrer Familien verbringen, bevor es am 8. Jänner nach Miami geht. Dort werden Zajac/Matz zunächst einige Test-Rennen innerhalb der Trainingsgruppe absolvieren. Dann stehen die Nordamerikanischen Meisterschaften und der Weltcup auf dem Programm. Nach einem kurzen Stopp in Österreich geht es für die beiden bereits im Februar zum dritten Trainingsblock nach Uruguay. Neben den Weltcup-Stopps und Aufenthalten im Olympia-Revier stehen unter anderem die EM in Weymouth/Großbritannien (Mai) sowie die WM vor Auckland/Neuseeland (Dezember) auf dem Plan.