Wiesberger: Die Luft ganz oben ist eben sehr dünn. Bernd Wiesberger meisterte in England zwar den Cut, richtig viel mitnehmen konnte der Südburgenländer aber nicht.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 22. Juli 2021 (01:24)
Bernd Wiesberger
APA (AFP/Getty)

Die hochgesteckten Ziele Ryder Cup und PGA-Tourkarte sind für Bernd Wiesberger nach seinem Auftritt beim letzten Major-Turnier des Jahres nicht wirklich näher gekommen. Zwar schaffte der 35-Jährige den Cut, so richtig markant anschreiben gelang aber nicht — am Ende belegte er den 59. Rang. Und das, obwohl er mit einer 71 und 70 an den ersten beiden Tagen zwar nicht glänzte, aber dennoch mit Optionen auf ein starkes Resultat in das Wochenende ging. Doch auch da blieb ein tieferer Score aus, Wiesberger notierte abermals eine 70 und eine 71. Sein bestes Open-Ergebnis, ein Platz 32, wurde damit klar verfehlt.

Kein Ticket für das WGC-Event in Memphis

Ebenso wie die Chance auf ein Ticket beim St. Jude Invitational in Memphis, einem WGC-Turnier. Dort hätte der Bad Tatzmannsdorfer noch einmal um richtig viele Punkte mitgespielt, muss aber nun eben zusehen. In der Weltrangliste liegt Österreichs Nummer eins auf Platz 60 und verpasst daher erstmals seit der PGA Championship 2019 wieder ein großes Turnier. Damit schwinden auch die Chancen auf die begehrte PGA-Tourkarte, wenn Wiesberger eben bei den Groß-Events nicht mehr Stammgast ist.

Den Sieg bei der Open Championship in Royal St. George’s sicherte sich der 24-jährige Collin Morikawa in eindrucksvoller Manier. Er setzte sich mit 15 unter Par zwei Schläge vor seinem US-Landsmann Jordan Spieth durch und holte bei seiner Open-Premiere gleich den ersten Sieg. Nach der PGA Championship 2020 war es der zweite Major-Titel für den Amerikaner.

Wie und wann es für Bernd Wiesberger weitergeht, ließ er nach dem Turnier in England offen, betonte noch einmal: „Es war großartig, dass wieder Fans am Platz zugelassen waren“, und fügte hinzu: „Wir sehen uns alle in ein paar Wochen wieder.“