Patrick Farkas: „Ich sauge das alles auf“. Englische Wochen, Europa-League-Semifinale im Fokus – für den Oberdorfer ist diese Phase „Emotion pur“.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 03. Mai 2018 (05:27)
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ÖFB-Cup-Finale in Mattersburg (mit Bauchweh) erreicht, Meistertitel de facto in der Tasche, dazu am heutigen Donnerstag (21.05 Uhr) das Rückspiel im Halbfinale der Europa League daheim gegen Olympique Marseille: Für Red Bull Salzburg ist das Frühjahr gespickt mit sportlichen Highlights.

„Vor ein paar Jahren war ich mitten im Bundesliga-Abstiegskampf aktiv, jetzt geht es um den Einzug ins Finale der Europa League. Alleine da dabei zu sein, ist etwas Großartiges.“

Zuversichtlich. Patrick Farkas glaubt an den Salzburger Finaleinzug gegen Marseille.
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Mittendrin ist Ex-Mattersburg-Kapitän Patrick Farkas, der in seinem ersten Jahr bei den Bullen gleich in den totalen sportlichen Höhenflug miteintauchen kann. Auch wenn er in der Kampfmannschaft nicht immer zum Zug kommt und sich oft nur mit der Joker-Rolle zufriedengeben muss. Zuletzt durfte Farkas beim 2:0-Erfolg am Sonntag in der Bundesliga in St. Pölten aber wieder über die volle Distanz ran.

Hier kommt dem Südburgenländer auch das nötige Rotationsprinzip aufgrund der vielen sportlichen Aufgaben zugute. In der Europa League reichte es noch zu keinem Einsatz, das ist für den 25-Jährigen trotzdem kein Beinbruch. „Vor ein paar Jahren war ich mitten im Bundesliga-Abstiegskampf aktiv, jetzt geht es um den Einzug ins Finale der Europa League. Alleine da dabei zu sein, ist etwas Großartiges.“

Tolle Erfahrungen in Marseille

Ergo sieht es Farkas auch sportlich, dass in der Europa League, wie etwa zuletzt im Semifinal-Hinspiel in Marseille, im für ihn schlechtesten Fall nur ein Tribünenplatz frei ist: „Der ganze Kader wird mitgenommen und ist dabei, wir sind eine Mannschaft. Alleine das Abschlusstraining in einem solchen Stadion wie jenem von Marseille ist eine Erfahrung, die man aufsaugt. Beim Spiel sind wir unmittelbar hinter der Betreuerbank gesessen. Das ist Emotion pur, da rast das Herz mit.“

Ausruhen darf sich Farkas ohnehin nicht. Der Südburgenländer muss stets auf Abruf bereit sein, um im Falle des Falles zu funktionieren. „Wenn ich gebraucht werde, bin ich da. Unsere Mannschaft funktioniert top, da will auch ich stets meine Aufgaben erfüllen.“

„Wenn ich gebraucht werde, bin ich da"

Zurück zum Rückspiel gegen Marseille. Dass Salzburg nach dem 0:2 in Frankreich nun eine extrem schwere Aufgabe bevorsteht, ist klar. Und doch stellt Farkas klar: „Wie die Mannschaft in Marseille speziell nach der Pause aufgetreten ist, war einfach bemerkenswert. Wir haben auf jeden Fall das Potenzial, um das Resultat noch zu drehen.“