Austria Triathlon: Eine 32. Auflage mit Rekord-Flair. Bei hochsommerlichen Temperaturen waren 2.000 Starter in Podersdorf dabei. Halbdistanz: Streckenrekord.

Von Thomas Steiger. Erstellt am 04. September 2019 (05:43)

Der Austria Triathlon in Podersdorf hielt, was sein Slogan verspricht. Denn die 32. Auflage des so traditionsreichen Triathlons am Neusiedler See lockte 2000 Athletinnen und Athleten aus aller Welt – von Mexiko bis Südkorea – an den Start und war ohne Zweifel „Fast. Hard. Legendary.“

So knackte der Ungar David Hanko in 3:49,45 Stunden den Streckenrekord auf der Halb-Distanz (1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren, 21 km Laufen) und verwies den österreichischen Top-Athleten Michael Weiss auf Platz zwei, der mit einem Platten „legendäres“ Pech hatte. Über die Lang-Distanz holte sich der Kroate Matija Avirovic den Sieg. „An einem extrem heißen Tag durften sich wirklich alle Finisher als Sieger fühlen“, spielte Organisator Daniel Döller auf das harte Rennen und eine wahre Hitzeschlacht an.

Schon bei den Starts über die Ironman-/Lang-Distanz um 7 Uhr beziehungsweise die Halb-Distanz um 10 Uhr zeigte sich Podersdorf von seiner schönsten Seite: Strahlender Sonnenschein, ein spiegelglatter Neusiedler See und kein bisschen Wind. Unter den unzähligen Startern befanden sich natürlich auch einige Teilnehmer aus dem Nordburgenland.

Tolle Leistungen des Bezirks in Podersdorf

Aus einem Spaßprojekt der zwei lokalen Neusiedler Vereine LTC Seewinkel und Schwimmunion Neusiedl am See (SUNS) ist eine gemeinsame Ironman Staffel entstanden: Patrick Oberroither, Trainer der SUNS kam als Tagesschnellster (unter 53 Minuten – aber leider ohne Chip, der verloren ging) von der 3,8 Kilometer Schwimmdistanz ins Ziel, Robert Lang (Obmann des LTC) stieg einen Tag nach seinem 50. Geburtstag als Erster vom Rad nach der 180 Kilometer Distanz.

Sabine Unterberger (mit beiden Vereinen über ihre Töchter verbunden) lief eine klasse Marathonzeit in 3:48 Stunden – trotz der extremen Hitze, denen alle Athleten beim 32. Austria Triathlon ausgesetzt waren. Das Team war vom 2. Gesamtrang in einer Zeit von 9:00:39 überwältigt.

Beim Podersdorfer Kids-Aquathlon, am Vortag des 32. Podersdorfer Triathlons, konnten die Kids des TRI-Team Parndorf ihren Heimvorteil ausnützen und wieder unter Beweis stellen, dass sie zur Spitzenklasse gehören.

Mit zwölf Startern konnten sie zwei erste, drei zweite und drei vierte Plätze sowie weitere gute Platzierungen erreichen .

In der Klasse C (Jahrgang 2009, 2008) siegte Sophia Stepan vor Johanna Tschida, Elisabeth Mihel wurde Vierte, Julia Bohrer Zwölfe. In der Klasse B (2007, 2006) siegte Clara Tschida vor Viktoria Podolincak und in der Klasse A verpasste Katharina Rittsteuer nur knapp das Siegespodest und wurde Vierte. Bei den jüngeren Jahrgängen Klasse D (2010, 2011) erreichte Clemens Tschida den zweiten Platz, Theo Prandstetten wurde knapp Vierter, Stella Bohrer kam auf Rang sieben, Greta Bohrer auf Platz zehn und Samira Stepan auf Rang elf.

Trainer Zoltan Kovac, der im Rahmen einer Trainingskooperation auch Triathleten vom Hoadläufer-Verein und vom LTC-Seewinkel mittrainiert, ist vollauf zufrieden mit den Erfolgen seiner Schützlinge: „Das konsequente Training, auch im Sommer, und die erfreuliche Trainingsdisziplin der Athleten hat sich bezahlt gemacht. Die Kinder haben einerseits Spaß am polysportiven Triathlontraining, sind aber auch hochmotiviert, gute Leistungen zu erbringen. Dabei stecken sie sich gegenseitig mit ihrer Begeisterung an. Eine super Gruppe!“

Zudem konnte Nachwuchs-Hoadläufer Johannes Haubenwallner beim Kids-Aquathlon (Schüler A/Jugend) in 22:46,6 Minuten den Sieg holen.

Organisator Döller zieht zufrieden Bilanz

Daniel Döller, Organisator des Austrian Triathlon, war happy mit dem Ablauf des Mega-Events und zieht zufrieden Bilanz: „„Wir haben in den letzten Jahren regelmäßig Veränderungen an der Streckenführung und im Zielbereich durchgeführt. Einerseits um den Athletinnen und Athleten auf der Strecke noch bessere Bedingungen zu bieten und Rekordzeiten möglich zu machen. Und andererseits, um den Zuschauern ein tolles Ambiente im Herzen von Podersdorf zu ermöglichen. Beides ist uns heuer super gelungen und wir freuen uns natürlich ganz besonders, dass am Samstag auch ein neuer Streckenrekord auf der Halb-Distanz gelaufen wurde.“

Doch der umtriebige Organisator blickt schon wieder auf die Ausrichtung im kommenden Jahr und bedankt sich abschließend auch bei allen Helfern: „Die 33. Auflage im nächsten Jahr (Anm. 4. bis 6. September 2020) steht für uns schon wieder in den Startlöchern. Außerdem werden wir 2020 eine Trainingscamp-Serie starten und ein eigenes Austria Triathlon-Team aufbauen. Ein weiterer wichtiger Baustein in unserem Konzept, den Austria Triathlon stetig weiter zu entwickeln“, so Döller.

Abschließend fand der Organisator noch lobende Worte: „Zuletzt möchte ich noch allen Helfern, der Gemeinde Podersdorf, dem Land Burgenland, unseren Sponsoren und vor allem meinem Team danken. Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten hat sehr viel Freude bereitet.“