Burgenland: Eine Rundfahrt sorgt für Jubel

Erstellt am 12. August 2022 | 06:01
Lesezeit: 3 Min
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Bester Österreicher. Der Pinkafelder Stefan Pöll setzt im Herbst seiner Karriere noch einmal ein Ausrufezeichen, wird als Fünfter bester Österreicher.
Foto: Malcolm Zottl
Stefan Pöll war bei der Burgenland-Rundfahrt rund um Mattersburg als Fünfter bester Österreicher. Der Sieg ging an den Tschechen Karel Vacek (Team Tirol).
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Nach knapp 180 Kilometer riss er die Hände in die Höhe, öffnete den Mund zum Schrei und fuhr über die Ziellinie. Der Tscheche Karel Vacek war nach etwas mehr als vier Stunden Rennzeit der Sieger der 60. Burgenland-Rundfahrt.

Burgenlands Radsport-Präsident Michael Knopf bekam das nur von zu Hause aus mit. „Ein positiver Corona-Test. Zweieinhalb Jahre bin ich verschont geblieben“, knurrt Knopf: „Das hat schon ganz stark wehgetan, dass ich nicht dabei sein konnte.“

„Mich haben viele Teamchefs angerufen und sich für die perfekte Organisation bedankt. Das Feedback war sensationell.“

Über Telefon und Live-Ticker war Knopf aber stets bestens über das Renngeschehen informiert. Auch nachdem der letzte Rennfahrer durch den roten Zielbogen fuhr, stand Knopfs Handy noch lange nicht still: „Mich haben viele Teamchefs angerufen und sich für die perfekte Organisation bedankt. Das Feedback war sensationell. Das muss man wirklich sagen.“

Der Dank gilt in erster Linie den „alten Hasen“ des Burgenländischen Radsportverbands: „Edmund Berlakovich und Josef Trenker haben das Bärenstück der Arbeit geleistet.“

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Triumphfahrt. Karel Vacek gewann die 60. Auflage der Burgenand-Rundfahrt.
Foto: Foto Malcolm Zottl

Für Euphorie sorgte nicht nur die Organisation, sondern auch ein Burgenländer, der als Aktiver in die Pedale trat. Der Pinkafelder Stefan Pöll wurde als bester Österreicher Fünfter. „Ich habe gesagt, dass er unter die Top-Fünf kommen kann, unglaublich, dass er das wirklich geschafft hat“, freut sich der „Präsi“ mit Pöll mit.

„Ich war am Start schon sehr motiviert, ging aber taktisch in die Rundfahrt, da ich aufpassen musste, nicht die entscheidende Top-Truppe zu versäumen“, erklärt der 36-jährige Routinier seinen Zugang. Erst auf der letzten der sechs kräftezehrenden Runden musste Pöll Tribut zollen: „Zwischenzeitlich dachte ich, dass ich froh wäre, wenn es noch die Top-Ten werden würden.“

„Ich habe gesagt, dass er unter die Top-Fünf kommen kann, unglaublich, dass er das wirklich geschafft hat.“ Michael Knopf, Landesradsportpräsident des Burgenlands, über die Leistung des Pinkafelders Stefan Pöll.

Wie erging es den anderen burgenländischen Teilnehmern? Der Dörfler Lukas Mihalkovits und der Purbacher Sandro Jennewein waren in der Anfangsphase in einen Sturz verwickelt und wurden wenig später wegen ihres großen Rückstands aus dem Rennen genommen. Krisztian Bodnar (RC Feld/See) fuhr als 51. ins Ziel.

„Vier burgenländische Starter hat es in den letzten Jahren so nicht gegeben. Das war schon ein ordentliches Ausrufezeichen“, sollte der 61. Burgenland-Rundfahrt im Jahr 2023 eigentlich nichts im Wege stehen.

Ergebnisse

60. Burgenland-Rundfahrt (179,4 Kilometer rund um Mattersburg) : 1. Karel Vacek (4:09:34 Stunden); 2. Petr Klabouch (+0:10); 3. Timon Loderer (+0:17); 4. Ziga Horvat (+1:06); 5. Stefan Pöll (+1:51); 6. Felix Engelhardt (+2:26); 7. Paul Buschek (+2:26); 8. Karel Tyrpekl (2:26); 9. Daniel Eichinger (+2:26), 10. Jaka Primozic (+2:26); 11. Hans-Jörg Leopold (+2:29); 12. Manuel Bosch (+2:52); 13. Martin Meiler (+3:32); 14. Rainer Kepplinger (+3:59); 15. Daniel Sporysch (+4:45); 16. Peter Richter (+4:47); 17. Leon Sarc (+4:47); 18. Thomas Graber (+4:47); 19. Felix Ritzinger (+4:47); 20. Sebastian Vogel (+4:47); 21. Nikolas Riegler (+4:47); 22. David Paumann (+5:08); 23. Tim Wafler (+5:18); 24. Emanuel Zangerle (+5:18); 25. Marvin Hammerschmid (+5:18); 26. Jonas Hosp (+5:18); 27. Raphael Hammerschmid (+5:18); 28 Govanni Schmieder (+5:18).