Rot-goldene Gipfelstürmer: Drei Etappen durchs Burgenland

Erstellt am 17. August 2022 | 05:09
Lesezeit: 3 Min
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Die Brüder Peter (l.) und Lukas Mihalkovits (r.) organisierten gemeinsam mit LRV-Präsident Michael Knopf den „Summits of Pannonia“, eine Radherausforderung für jede Leistungsklasse.
Foto: OK Team Summits of Pannonia
Der Radsport-Verband ruft mit Summits of Pannonia ein neues Rennformat ins Leben. Radsportler können die drei Etappen, die durch jede Region des Burgenlands führen, innerhalb von fünf Wochen fahren. Präsident Michael Knopf erhofft sich dadurch einen großen Impuls für das Radfahren im Burgenland. Der Startschuss dafür fällt am 27. August mit dem Auftakt-Event in Horitschon.
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Norden. Mitte. Süden. Das Burgenland ist dreigeteilt. Insofern war es naheliegend, dass es bei Summits of Pannonia (zu deutsch „pannonische Gipfel“) drei Etappen gibt. „Ich bin als waschechter gestandener Burgenländer im Südburgenland durch Orte gefahren, die ich noch nie zuvor gehört habe. Egal wie viel man mit dem Rad schon im Burgenland unterwegs war. Es wird definitiv Wow-Erlebnisse geben. Wir wollen zeigen, wie schön Radfahren im Burgenland sein kann“, verspricht Landesradsport-Verband Michael Knopf, der die Strecken selbst unter die Räder nahm.

Doch wie funktioniert das Konzept von Summits of Pannonia? „Wir haben gemerkt, dass sich Radmarathons immer schwerer tun Zuspruch zu finden, weil nicht viele an Tag X um 9 Uhr an der Startlinie stehen wollen“, glaubt Knopf. Es gebe aber ein Klientel, das gerne Radrennen fährt, aber eben ungebunden an den Zeitpunkt. Genau für diese Fahrer sei Summits of Pannonia die ideale Alternative. Die Etappen können zwischen 27. August und 2. Oktober abgeradelt werden. „Wenn das Wetter nicht passt oder ich mich nicht gut fühle, fahre ich die Etappe eben morgen“, schildert Knopf die Überlegungen.

Damit der Wettkampfcharakter nicht verloren geht, wird es auch eine Gesamtwertung geben. Dafür müssen die Starter ihren Strava-Account einfach mit Summits of Pannonia verbinden. Punkte gibt es an den zehn Checkpoints (der Schnellste bekommt 50 Punkte) und in den vier Segmenten, an denen die Zeit extra gemessen wird – der Sieger erhält 125 Punkte. Theoretisch kann ein Fahrer auf jeder Etappe also 1.000 Punkte holen. Indem die Etappen fünf Wochen beziehungsweise sechs Wochenenden lang offen sind, kann sich bis zum letzten Tag das Gesamtklassement komplett auf den Kopf stellen.

Wichtiger als das Gesamtklassement ist dem Radverband aber der Impuls, den Summits of Panonnia setzen soll. „Es ist für uns aus mehreren Blickrichtungen interessant. Erstens: Durch die Pandemie sind Ausfahrten in den Radvereinen weniger geworden: Da wollen wir motivieren, dass sich Fahrer wieder vermehrt gruppieren. Zweitens: Radbegeistertete, die noch in keinem Verein sind, sollen aufmerksam gemacht werden, wo es in ihrer Umgebung Radvereine gibt. Drittens: Wir wollen herausfinden, wo im Burgenland Talente schlummern, die wir bisher vielleicht noch nicht so am Schirm hatten und die dann auch noch gezielter fördern.“ Der Auftakt ist am 27. August in Horitschon. Neben einem radlerfreundlichen Programm mit Radler-Frühstück gibt es eine gemeinsame Ausfahrt auf der Mittelburgenland-Runde. Anmeldungen: www.summitsofpannonia.at