Tour de France: Patrick Konrad als glänzender Edel-Helfer

Erstellt am 07. August 2022 | 05:57
Lesezeit: 3 Min
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Erfolgreiche Tour. Patrick Konrad konnte mit seiner Leistung zufrieden sein.
Foto: Foto Markus Kaiser
Der Wahl-Eisenstädter (und gebürtige Ebreichsdorfer) Patrick Konrad fuhr im Juli seine ergebnistechnisch beste Tour de France und verhalf seinem Teamkapitän zu einem Top-Ergebnis. Nur ein Etappensieg gelang heuer nicht.
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Mit knapp einer Stunde Rückstand auf Gesamtsieger Jonas Vingegaard kam Patrick Konrad am 24. Juli als 16. auf dem Pariser Champs Élysées an. Damit gelang ihm sein bestes Resultat auf der Tour überhaupt. Und das, obwohl die Gesamtwertung für den gebürtigen Niederösterreicher, der seit 2018 in Eisenstadt lebt, eigentlich nicht die höchste Priorität war.

„Unser Teamkapitän Aleksandr Vlasov ist um die Top-Plätze mitgefahren und hat speziell auf den letzten Etappen meine Unterstützung gebraucht“, so BORA-hansgrohe-Fahrer Konrad im Gespräch mit der BVZ. Vlasov wurde im Gesamtklassement trotz turbulentem Start samt Sturz auf der sechsten Etappe Fünfter.

Gleich weiter nach der Tour, erst jetzt ist es ruhiger

„Vor allem die letzten Bergetappen in den Pyrenäen sind sehr gut verlaufen. Als Team können wir zufrieden sein“ sagt Konrad. Die wertvolle Hilfsarbeit, die er für seinen Kapitän leistete, hatte aber auch zur Folge, dass er sein persönliches Ziel, wie im Vorjahr wieder einen Etappensieg einzufahren, nicht erreichte. Das ist und bleibt freilich sein absolutes Karriere-Highlight.

Das persönlich beste Etappen-Ergebnis holte Konrad heuer auf der 14. Etappe, als er Fünfter wurde. „Ein Etappensieg ist gegen Ende der Tour dann in die Ferne gerückt, weil ich als Helfer weniger Freiheiten hatte“, stellt der 30-Jährige klar.

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Immer dabei. Wenn Eisenstädter Sportler Erfolge feiern, ist Bürgermeister Thomas Steiner im Bilde.
Foto: Markus Kaiser

Knapp eine Woche nach dem Ende der Tour stand Konrad dann am vergangenen Wochenende beim Eintagesrennen in San Sebastián schon wieder am Start. „Ein brutal schweres Rennen.“ Viele Fahrer, die die Tour de France noch in den Beinen hatten, schafften es nicht ins Ziel, darunter auch der Eisenstädter.

Am Tag darauf lief es beim Circuito de Getxo besser, Konrad wurde 13. Nach intensiven letzten Wochen steht ihm nun ein ruhigeres zweites Halbjahr bevor. Die Vuelta a España lässt er aus, seinen nächsten Auftritt wird Konrad Anfang September bei der UEC-Straßen-Europameisterschaft haben.