Schwungvoll in die Zukunft mit BFV-Kampagne. Yvonne Lindner, Vorsitzende des Mädchen- und Frauenfußballreferats, hat gemeinsam mit Nina Potz eine neue dreijährige BFV-Kampagne ins Leben gerufen.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 21. Februar 2021 (01:24)
Projektverantwortlich. Yvonne Lindner (l.) und Nina Potz wollen mit „Real Girls Play Soccer“ dem Mädchen- und Frauenfußball im Burgenland in den nächsten drei Jahren ein frisches Profil verpassen.
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Es war Punkt fünf der BFV-Vorstandssitzung vom 30. Jänner, der laut Protokoll eine neue Ära einläuten könnte. Denn unter „Anträge an den Vorstand“ war mit der Kampagne Real Girls Play Soccer auch ein Projekt dabei, das „der Startschuss für eine Revolution im burgenländischen Mädchen- und Frauenfußball“ sein soll.

Die auf drei Jahre ausgelegte Kampagne wurde insgesamt mit einem mittleren fünfstelligen Betrag veranschlagt und vom Vorstand auch einstimmig beschlossen. Verantwortlich für die Umsetzung sind Yvonne Lindner und Nina Potz. Erstere ist Vorsitzende des BFV-Mädchen- und Frauenfußballreferats, Potz wiederum ist als Neusiedl-1b-Coach und Co-Trainerin der 2. Bundesliga-Truppe aktiv.

Real Girls Play Soccer. Die Mädchenfußball-Schiene im Burgenland soll weiter belebt werden.
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„Wir haben das Konzept gemeinsam erstellt und liegen hier von den Vorstellungen auf einer Linie“, sagt Lindner, die gemeinsam mit Potz sämtliche Facetten einer nachhaltigen Förderung (siehe Infobox) berücksichtigte. Bislang haben sich bereits über 25 Mädchenteams gegründet, daran soll angeknüpft werden, um das nach wie vor bestehende Hauptproblem in den Griff zu bekommen. „Insgesamt haben wir noch zu wenig Mannschaften. Diese fehlende Quantität wollen wir von der Wurzel her beheben.“ Am Ende der Fahnenstange soll dann im Kampfmannschaftsbereich die Gründung einer eigenen Frauenliga stehen. Dafür braucht es aber erst eine verstärkte Basis.

Nicht zuletzt deshalb wurden erste Stützpunkte geschaffen, die vor allem auch Anfängerinnen die Scheu nehmen sollen. Die besagten Stützpunkte sind flächendeckend für das gesamte Burgenland geplant. Frauenkirchen und Deutschkreutz wurden bereits installiert, wenn es die Covid-Situation wieder ermöglicht, kommt als nächstes dann Eisenstadt dran. Lindner: „Wichtig ist, dass sich dann parallel dazu vor allem in den Klubs weitere Mannschaften gründen. Denn natürlich ersetzen die Stützpunkte nicht das Vereinstraining.“

Die Vorsätze sind jedenfalls höchst ambitioniert, neben den Stützpunkttrainings hat sich das Organisations-Duo auch die Förderung der Trainerinnen, das Forcieren der Mädchenliga, die Bildung von Schulkooperationen oder die Organisation von etwaigen Flaggschiff-Events auf die To-Do-Liste gesetzt. Trotzdem bleibt Lindner im Vorfeld realistisch und weiß, wie viel hier an Arbeit wartet. „Selbst wenn wir 50 Prozent aller Punkte umsetzen sollten, haben wir einiges geschafft.“ Das gesamte Projekt wird übrigens zeitnah über eine eigene Homepage, die dann mit dem Burgenländischen Fußballverband verlinkt ist, abrufbar sein.