„Berufsverbot“ in Liga drei. Traiskirchen und Co. wollen zurück auf den grünen Rasen, sind dafür bereit Tests und Präventionskonzepte zu machen.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 17. Januar 2021 (02:23)
Wort erhoben. Traiskirchen und weitere Regionalligisten wollen ausloten, ob es eine Möglichkeit gibt, mit Tests und Präventionskonzepten schneller auf die Trainingsplätze zurückkehren zu können.
Markus Rubanovits

Die Bundesliga-Kicker kehrten bereits in der ersten Jänner-Woche auf den Trainingsplatz zurück und auch in der 2. Liga bitten die Coaches nach und nach zum Vorbereitungsstart. In der Regionalliga ist an Normalität hingegen nicht zu denken. Der Regionalliga-Start am 6. Februar steht nur mehr am Papier, ist in Lockdown-Zeiten in der Praxis undenkbar. „Es ist einfach nichts planbar“, schüttelt Traiskirchen-Obmann Werner Trost den Kopf und versucht, das Problem mit weiteren Vereinen proaktiv anzugehen.

Die wollen beim ÖFB vorsprechen und in Folge ein Go-Signal für den Spiel- und Trainingsbetrieb erwirken, natürlich mit entsprechenden Vorkehrungen, wie Präventions- und Testkonzept. „Die Tests zahlen wir auch selbst, wenn es nicht anders geht“, sagt Trost. Mit einem ähnlichen Vorhaben blitzte Stripfing in der Vorwoche beim NÖFV und WFV ab. „Beide haben abgelehnt und sich auf die Verordnung berufen. Jetzt schauen wir, ob der ÖFB etwas machen kann“, erklärt Stripfings Sportchef Hans Kleer. Während es bei seiner Truppe 14 Profis gibt, hat Traiskirchen rund ein Dutzend Akteure, für die Fußball die Haupteinnahmequelle ist.

„Ganz wichtig sind Spiele mit Zusehern“

Burgenlands Ostliga-Klubs verhalten sich in dieser Causa defensiver: „Für manche Vereine ist das einfacher, für andere nicht so leicht. Wenn man wieder Einnahmen durch Spiele hat oder zumindest ein Ziel vor Augen, sprich wenn man weiß, wann es definitiv wieder losgeht, um sich auch gezielt vorzubereiten“, so Draßburgs Obmann Ernst Wild. Ähnlich sieht die Situation auch SC Neusiedl am See-Manager Lukas Stranz: „Klar ist, dass wir alle am liebsten wieder einen ganz normalen Trainings- und Spielbetrieb wie gewohnt hätten. Wenn man aber nicht weiß, auf was man hintrainiert, dann ist es schwer. Außerdem gibt es ja bei uns nicht die Anzahl an Profis wie bei so manch anderem Verein in der Regionalliga Ost. Ganz wichtig sind auf jeden Fall wieder Spiele mit Zusehern, das ist für viele Vereine einfach die Voraussetzung, um auch wirklich planen zu können. Ich denke aber nicht, dass wir entscheiden werden, wann es letztendlich wieder losgeht.“