Maxi Wodicka: Ein Dauerbrenner mit echten NSC-Genen. Seit der Saison 2016/17 kickt der Golser Maximilian Wodicka in Neusiedl — und ist dort längst eine fixe Größe.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 31. Januar 2021 (02:24)
Mehr als ein fixer Bestandteil: Maxi Wodicka zählt zu den ganz verlässlichen Spielern beim SC Neusiedl am See. Er ist auch hinter Patrick Kienzl der Neusiedler Vizekapitän.
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„Mein Papa hat in Neusiedl gespielt und mein Opa auch. Daher war es schon als Kind auch ein großer Wunsch von mir für den NSC aufzulaufen“, betont Abwehrrecke Maximilian Wodicka.

Sein Wunsch hat sich zu Beginn der Saison 2016/17 erfüllt — damals wechselte der Golser vom Lokalrivalen Parndorf in die nördlichste Bezirkshauptstadt: „Und ich fühle mich beim Club seither auch stets wohl.“ Höhen und Tiefen hat der 27-Jährige mit den Seestädtern einige erlebt. Etwa der glorreiche Sieg im ÖFB Cup-Spiel unter Trainer Markus Karner gegen die Admira. Zuletzt lief es aber im Herbst nicht ganz so rund, auch für Wodicka selbst: „Ich war angeschlagen, hab‘ oft auch nur mit Schmerzen spielen können. Die Hinrunde war bis zur Unterbrechung nicht optimal, am ersten Blick. Die Ergebnisse auswärts und daheim waren sehr unterschiedlich. Wenn man auswärts keinen Punkt holt, ist das sicher nicht zufriedenstellend (Anm.: Neusiedl holte aus sechs Auswärtsspielen null Punkte, daheim wurden beide Spiele gewonnen). Aber wir waren nicht so weit weg, wie es aussieht. Da haben oft Kleinigkeiten entschieden. Klar ist jedoch auch, am Ende zählt das, was in der Tabelle ganz rechts steht.“ Und das ist derzeit mit sechs Punkten nur Platz 11 in der 13er-Ostliga, einen Zähler vor Draßburg und zwei vor Schlusslicht Wiener Neustadt.

Im Frühjahr soll sich das ändern: „Zum einen, weil wir vielleicht einen Tick routinierter sind als im Herbst und zum anderen auch, weil ich wieder voll fit bin und schmerzfrei spielen kann.“ Dementsprechend kribbelt es schon: „Logisch freut man sich, wenn es dann wieder los geht. Wir sind alle hungrig auf Fußball, gerade jetzt in dieser Zeit.“ Generell sieht sich der Defensiv-Allrounder, der mit 27 gerade im besten Fußballer-Alter ist, noch einige Zeit auf dem grünen Rasen: „So lange es geht, will ich spielen und am besten in der Regionalliga, weil das eine anspruchsvolle Liga ist.“

„Mein Papa hat in Neusiedl gespielt und mein Opa auch. Daher war es schon als Kind auch ein Wunsch von mir für den NSC zu spielen.“ Maximilian Wodicka

Für die Zeit nach der aktiven Karriere hat der Lehrer für Sport und Geschichte (im Gymnasium Neusiedl) auch schon etwas vor: „Ich arbeite ja beruflich mit Kindern und bin jetzt schon als Trainer im BAZ und FTT tätig, beginne auch parallel gerade die Trainerkurse zu absolvieren. Das alles macht mir richtig Spaß und das werde ich auch nach der aktiven Karriere tun. Ob ich dann auch im Erwachsenen-Bereich als Trainer tätig sein werde, kann ich jetzt noch nicht sagen.“ Zusatz: „Vorstellen kann ich mir es jedenfalls.“

Und was macht Wodicka, wenn er nicht gerade am Fußballplatz oder in der Schule ist? „Jetzt ist das etwas schwierig im Moment, aber ich treffe mich natürlich gerne mit Freunden, wenn es geht.“ Daher geht eben aktuell nur eine große Leidenschaft neben dem Fußball: „Das ist das Motorradfahren.“