Parndorf und Neusiedl: Improvisieren ist angesagt. Parndorf muss beim Tabellenführer in Ebreichsdorf gesperrte und angeschlagenen Spieler vorgeben. Auch für Neusiedl heißt es daheim gegen Traiskirchen: Improvisieren.

Von Martin Ivansich und Alfred Wagentristl. Erstellt am 18. Oktober 2018 (03:46)
Martin Ivansich
Für Sascha Steinacher (r.) gibt es ein Wiedersehen mit dem Ex-Klub. Neusiedl trifft am Freitag daheim auf Traiskirchen.

NEUSIEDL - TRAISKIRCHEN, FREITAG, 19 UHR.

Für Neusiedl steigt nach vier sieglosen Spielen langsam der Druck. „Und mit Traiskirchen kommt ein ganz unangenehmer Gegner“, blickt Club-Manager Lukas Stranz einer schwierigen Aufgabe entgegen. Die wird, aufgrund der Personalsituation des NSC, noch ein Stück weit komplizierter – muss sich doch Trainer Markus Karner für die Offensive etwas einfallen lassen. Mit Osman Bozkurt, der gegen Ebreichsdorf Gelb-Rot sah, fehlt der treffsicherste NSC-Spieler.

Offensivkollege Marcel Szikonya ist noch nicht richtig fit, mit einem Einsatz am Freitag könnte es knapp werden. „Trotzdem haben wir noch viel Qualität in der Mannschaft und die Leistungen zuletzt in Bruck und gegen Ebreichsdorf waren wirklich — bis auf das Ergebnis — in Ordnung“, so Stranz.

EBREICHSDORF - PARNDORF, FREITAG, 19.30 UHR.

Mit breiter Brust und zehn Punkten aus vier Spielen im Gepäck reist Parndorf zum Tabellenführer nach Ebreichsdorf. „Das ist ein Bonus-Spiel für uns“, lässt Kurt Jusits schon anklingen, wer hier Favorit ist.

Sein Team ist der Außenseiter, der aber trotzdem etwas mitnehmen will: „Wir starten jedes Spiel mit einem Punkt, und den wollen wir in Ebreichsdorf am Ende auch mitnehmen. Wer Mauerwerk und den Sport-Club schlägt, der kann auch an einem guten Tag in Ebreichsdorf bestehen. Wir wissen aber, dass eine konzentrierte und engagierte Leistung notwendig sein wird“, so der Coach.

Personell ist die Lage in Parndorf nicht ganz optimal. David Dornhackl muss gegen den Leader zusehen, er kassierte zuletzt die fünfte Gelbe Karte. Und Einser-Goalie Chrisian Weidinger, der schon bei der Admira (Verdacht auf Lungenentzündung) nur auf der Bank war, wird wahrscheinlich auch dieses Spiel auslassen müssen. Bei Ebreichsdorf fehlt Thomas Bartholomay, der beim 2:1-Sieg in Neusiedl die Gelb-Rote Karte sah.

TEAM WIENER LINIEN – MATTERSBURG, SAMSTAG 18 UHR.

Nachdem das Spiel gegen Rapid II wegen zu vieler „grüner“ (Nationalteam-)Auswahlspieler auf November verschoben wurde, setzte es für die Mattersburg-Fohlen ein freies Wochenende.

„Das hatte aber auch zum Grund, dass wir die Tage davor hervorragend nutzten, um im konditionellen Bereich einen Schritt nach vorne zu machen“, so Amateure-Coach Markus Schmidt. Gegen das Team Wiener Linien hofft der Ex-SVM-Profi, dass seine Burschen aufgrund der Verschiebung nicht aus dem Rhythmus gekommen sind: „Wir waren hervorragend drauf und ich glaube, dass wir auch genügend Selbstbewusstsein haben, um dort unser Spiel durchzuziehen.“

Die Wiener ließen zuletzt mit guten Ergebnissen aufhorchen. Vergangenes Wochenende trotzte der Zwölftplatzierte dem Spitzenklub Leobendorf ein 1:1-Unentschieden ab und eine Woche zuvor musste Tabellenführer Ebreichsdorf bis in die Schlussminute zittern, um den Wienern die drei Punkte abzuringen. Personell kann Schmidt bis auf den verletzten Offensivmann Luka Pisacic auf alle Spieler zurückgreifen.