Ein „toller Tag“ im Sattel für Bianca Babanitz. Die Purbacherin Bianca Babanitz ritt in Salzburg auf den zweiten Platz. Im Reitsport ist das Burgenland auf Erfolgskurs.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 29. Januar 2021 (02:23)
Stolz. Bianca Babanitz vom Team Pink Unicorn Purbach ritt beim Casino Grand Prix in Salzburg, dem höchstdotierten Turnier Österreichs, auf den hervorragenden zweiten Platz.
OEPS/Andreas Schnitzlhuber

Die 33. Auflage des Casino Grand Prix in Salzburg war aus rot-goldener Sicht ein voller Erfolg. Bei Österreichs höchstdotiertem Springreitturnier landete die Purbacherin Bianca Babanitz vom Verein Team Pink Unicorn auf dem hervorragenden zweiten Platz.

Geritten wurde erstmals in der Salzburgarena, gewertet wurden Damen und Herren gemeinsam. Babanitz ging mit einem Abwurf als Vierte in die Siegerrunde der besten Neun, wo es 1,50 Meter zu bewältigen galt. Dem Druck im Finale hielt die Purbacherin eindrucksvoll stand, mit ihrem elfjährigen Hengst „Game DK Z“ sprang sie in Topzeit von 39,9 Sekunden auf den zweiten Platz am Stockerl. Im CSI4* Opening ritt die Nordburgenländerin auf ihrem Pferd Charmantos zudem eine fehlerfreie Runde und belohnte sich mit Platz 18 unter 114 Startern.

„Im Großen und Ganzen ist es sehr gut gelaufen, auch wenn ein Sieg natürlich schön gewesen wäre“, legt sich Babnitz selbst die Latte hoch. „Der Parcours war sehr anspruchsvoll. Im Grundparcours habe ich einen Fehler gemacht, bin hektisch geworden — das ist uns dann zum Verhängnis geworden.“ Im Finaldurchgang entschied sie sich für einen schnellen Ritt — der Plan ging voll auf und wurde belohnt.

Wichtiger Erfolg in schwierigen Zeiten

Applaus kommt auch von Dietrich Sifkovits, Präsident des Burgenländischen Pferdesportverbands (BPS) und Generalsekretär des Österreichischen Pferdesportverbandes (OEPS). Besonders erwähnenswert ist laut Sifkovits das starke Abschneiden seiner Springreiterin trotz wesentlich knapperem Budget: „Die Konkurrenz reitet auf Weltklasse-Pferden, die in einer anderen Preisklasse spielen. Das wertet die Leistung noch mehr auf“, streut der Rudersdorfer Babanitz Rosen. Unter den Finalisten war sie diesmal übrigens die einzige Burgenländerin, Martina Winter (Rudersdorf) verpasste die Qualifikation knapp. Auch im Breitensport ist die Situation –

Stolz. Bianca Babanitz vom Team Pink Unicorn Purbach ritt beim Casino Grand Prix in Salzburg, dem höchstdotierten Turnier Österreichs, auf den hervorragenden zweiten Platz.
OEPS/Andreas Schnitzlhuber

Corona ausgeklammert – erfreulich. „Pferdesport boomt. Die Pandemie war aber natürlich auch für uns einschneidend“, liegen Freud und Leid beim BPS nah beieinander. Zumindest die Landesmeisterschaften habe man 2020 durchziehen können, wenn schon die Staatsmeisterschaften Corona zum Opfer fielen. Für Ende März plant Sifkovits ein größeres Event, voraussichtlich aber im Racino in Ebreichsdorf, „im Burgenland haben wir leider keine Veranstalter, die sich solche Turniere leisten können.“

Für Babanitz hatte die Pandemie zumindest im Training keine Auswirkung, auf ihrer eigenen Reitanlage darf sie ohne Einschränkungen trainieren. „Das ist natürlich gut und wichtig, die Pferde müssen in Topform bleiben“, so die Athletin. Als Nächstes geht es kommende Woche nach Polen zu einem Zwei-Sterne-Turnier. Dort „ist eine noch bessere Platzierung drin“, ist sie zuversichtlich. Die Latte liegt also richtig hoch.