Kuens Verletzung: Der Schönheitsfehler des SVM-Sieg. Klassenerhalt vs. beinharter Abstiegskampf: Mit Andi Kuen forderte dieses Match ein Opfer – Schlüsselbeinbruch.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 02. Juli 2020 (06:06)
Schlimm verletzt: Andi Kuen
Ivansich

Eine gute halbe Stunde war am Dienstag absolviert, als Andi Kuen beim Stand von 2:0 gegen die WSG Tirol durchbrach und dabei von Gegenspieler Ione Cabrera mit dem hohen Fuß so deftig gestoppt wurde, dass das Schlüsselbein brach.

„Ein grässliches Foul, er war der große Pechvogel“, befand auch Präsident Martin Pucher, der dem 25-jährigen Tiroler stellvertretend für die SVM-Familie alles Gute und eine rasche Genesung wünschte.

„Ein grässliches Foul, er war der große Pechvogel“

Denn zu allem Überdruss war bei Kuen, der ins Krankenhaus Eisenstadt gebracht wurde, ein operativer Eingriff nötig. „Eine Platte muss eingesetzt werden“, sagte Franz Ponweiser bereits direkt nach dem Schlusspfiff beim 4:1 gegen die WSG Tirol.

Drei Kreuzbandrisse hat der Profi in seiner noch jungen Laufbahn bereits überstanden, nun warf ihn erneut eine Verletzung zurück. „Es tut mir sehr leid für ihn, weil Andi in diesem Jahr eine extrem gute Entwicklung vorgenommen hat. Er hat jetzt eine richtige Führungsspielerrolle – ganz bitter, aber das Foul seines Gegners war nicht absichtlich,“ so der Chefcoach. Klubchef Pucher wünscht sich jedenfalls, dass der offensive Mittelfeldakteur rasch an Bord sein wird. „Hoffentlich ist er bis zum Start in die neue Saison wieder einsatzfähig.“

Schließlich benötigt Mattersburg auch in der neuen Punktejagd einen Kreativmotor für die Offensive. Da trifft es sich gut, dass die Option bei Kuen bereits gezogen wurde und er somit als fixer Bestandteil des neuen Kaders eine sportliche Bank ist. Einige Verträge laufen bekanntlich aus, ein gewisser Umbruch steht bevor, da ist eine Konstante unter den Leistungsträgern nötig. Zu denen eben Andreas Kuen längst ohne Wenn und Aber dazuzählt.