Neuer Landesreferent: Kienzl folgt Knöbl

Neuer Landesreferent ist Ex-Ostliga-Kicker Christoph Kienzl. Er löst Jaki Knöbl ab, der dafür im Mädchenfußball aktiv bleibt.

Erstellt am 25. September 2021 | 01:37

Bei der Planungssitzung der Fußballschülerliga gab es einen – fliegenden – Wechsel der Referenten. Der scheidende Jakob „Jaki“ Knöbl leitete noch einen Großteil der Sitzung, den Abschluss gestaltete dann schon sein Nachfolger, Christoph Kienzl. Knöbl, der dem Fußballsport seit mehr als einem halben Jahrhundert verbunden ist, trat als Sportlehrer im Sommer seinen Ruhestand an. Somit war diese Sitzung seine letzte Schülerliga-Aktivität. Von Seiten der Bildungsdirektion gab es anerkennende Worte, viel Lob und ein Präsent von Sport-Fachinspektor Harald Zinkl.

Knöbl blickt auf eine sehr lange und erfolgreiche Karriere als aktiver Spieler, Spielertrainer und Coach zurück. Unter anderem wurde er 1994 BNZ-Meister mit Burgenlands U14, wo etwa Andreas Ivanschitz als Spieler tätig war, ein Jahr darauf wurde er Vizemeister. Im Gymnasium Neusiedl/See war er im Rahmen des BFV (FTT, LAZ, Bezirks- und Landesauswahlen) aktiv. Außerdem war Knöbl gegen Ende der 80er-Jahre einer der Ersten, die die EDV in den Fußball brachten. Auslosungen sowie Turnierpläne wurden damals von ihm auf Excel-Dateien umgeschrieben. „Ich habe jetzt viel Tagesfreizeit“, grinst der Neo-Pensionist. Doch langweilig wird ihm auf keinen Fall – und vom Fußballsport kann er doch nicht die Finger lassen: Frauenfußballreferentin Yvonne Lindner hat das Projekt „Real Girls Play Football“ ins Leben gerufen, 13 Schulen hatten zuletzt Mannschaften gemeldet.

„Ich kann ihn auch 100 Mal am Tag anrufen“

Knöbl wird den tüchtigen Kickerinnen und Betreuerinnen organisatorisch helfen. Und im Bedarfsfall natürlich am Rasen stehen und an diversen Stützpunkten Übungseinheiten abhalten. Die Neusiedlerinnen sind hier stark, von neun Meisterschaften konnten sie sieben für sich entscheiden.

„Ich trete da schon in sehr, sehr große Fußstapfen“, weiß wiederum Knöbls Nachfolger als Schülerliga-Landesreferent, Christoph Kienzl. Der 36-jährige Südburgenländer und Bruder von Neusiedl-Kapitän Patrick Kienzl unterrichtet an der Sportmittelschule Güssing, schnürt seine Packler noch für den SV Stegersbach. „Jaki hat mir versprochen, dass ich ihn auch 100 Mal am Tag anrufen kann, wenn ich etwas brauche“, ist der Neo-Referent glücklich, sich auf die Erfahrung seines Vorgängers verlassen zu können. Er selber möchte in dieser Saison noch die eine oder andere Schule (bei der Planungssitzung waren Vertreter von 32 Schulen anwesend) überzeugen, doch am Schülerliga-Bewerb mitzumachen. „Vor allem für den A-Pool hätte ich noch gerne Mannschaften“, führt Kienzl aus. Mit den Mittelschulen Eberau und Neufeld will er noch das Gespräch suchen. Um „kleineren“ Schulen die Schülerliga schmackhaft zu machen, plant er die Umsetzung des 12er-Fußballs für die ersten und zweiten Klassen. Hier soll dann auf das verkleinerte Großfeld mit einem Tormann und acht Feldspielern gekickt werden.