Coronavirus: 25er-Regel als Knackpunkt

Die aktualisierte Verordnung sieht vor, dass Sport sowohl Outdoor als auch Indoor weiterhin ohne Maske möglich ist. Ein Problem für die Ausübung im Breitensport ist allerdings die Vorgabe, dass maximal 25 Personen gemeinsam aktiv sein dürfen – ohne Rücksicht auf die sportartenspezifische Mannschaftsgröße. Fußball-Testspiele wären unter diesen Voraussetzungen so de facto unmöglich.

Erstellt am 13. Januar 2022 | 02:24
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8266668_bvz02fenz_testspiele1_4sp.jpg
Dürfen Testspiele im Amateurbereich künftig stattfinden? Angesichts der aktuellen Verordnung sind nicht mehr als 25 Personen erlaubt. In manchen Mannschaftssportarten – prominentestes Beispiel ist der Fußball – geht sich das in der Praxis nicht aus.
Foto: Ivansich

Aus Sicht des organisierten Sports bringt die seit 11. Jänner gültige aktualisierte Covid-Schutzmaßnahmenverordnung ein Problem für die Praxis mit sich: War in der Vergangenheit noch der Hinweis enthalten, dass bei der Anzahl der Aktiven die sportartspezifische Mannschaftsgröße gewährleistet sein könne, so ist nun die Maximalzahl der am sportlichen Geschehen Beteiligten (Spieler, Betreuer, Trainer) scheinbar ausnahmslos mit 25 Personen begrenzt.

Trainings im Breitensport bis zu 25 Personen möglich

In der Praxis bedeutet das für den Breitensport, dass Mannschaften wohl trainieren können – sofern die 25 Personen-Zahl nicht überschritten wird –, Matches gegen andere Teams sind aber in bestimmten Fällen nicht drin. Prominentestes Beispiel ist natürlich der Fußball, wo jetzt im Amateurbereich die Vorbereitung und in weiterer Folge die Testspiele starten sollten: Alleine die beiden am Spielfeld befindlichen Mannschaften bei Erwachsenen sind 22 Personen – inklusive Ersatzspieler, Trainer, Betreuer und Schiedsrichter kann die Vorgabe in der Praxis somit nicht erfüllt werden.

Diskussionsstoff ist jedenfalls gegeben, weil die aktualisierte Verordnung für Mannschaftssport in diesem 25-Personen-Punkt nun eben eine wesentliche Einschränkung vorsieht. Eine zu klärende Frage könnte hier sein, wer tatsächlich als „Teilnehmer“ an einem Match gewertet wird. Laut Interpretation von Sport Austria als Dach des organisierten Sports seien Personen wie Betreuer oder Schiedsrichter hier aufgrund ihrer (neben-)beruflichen Tätigkeit ausgenommen. Verschriftlicht oder gar geklärt waren die Fragen und möglichen Grauzonen zuletzt allerdings noch nicht – gut möglich, dass sich dieses Thema überhaupt noch eine Weile zieht und weiter Unklarheit herrscht.

Verordnung für zehn Tage gültig

Vorerst soll die Verordnung jedenfalls für zehn Tage gültig sein. Ob dann adaptiert wird oder nicht, ist reine Spekulation. Fakt ist: Am übernächsten Wochenende (21. bis 23. Jänner) würden im burgenländischen Unterhaus bereits zahlreiche Testspiele am Programm stehen. Hinter diesen Austragungen steht somit nach wie vor ein fettes Fragezeichen.