Lena Grabowski bei Kurzbahn-WM: „Etwas Besonderes“. Lena Grabowski von der Schwimm Union Neusiedl am See (SUNS) ist in China beim Megaevent dabei.

Von Philipp Frank. Erstellt am 12. Dezember 2018 (05:26)
GEPA/Philipp Brem
Morgen, Donnerstag, geht es für Lena Grabwoski bei der Kurzbahn-Weltmeisterschaft in China erstmals so richtig los. Da startet die Parndorferin im ersten Qualifikationslauf über die 200 Meter Rücken.

Mit den Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Hangzhou (China) steht seit Dienstag und noch bis Sonntag das große internationale Kräftemessen auf der 25 Meter-Bahn auf dem Programm. Mit dabei ist auch eine Burgenländerin. Die Parndorferin Lena Grabowski wurde dank ihrer starken Leistungen 2018 erstmals vom Österreichischen Schwimmverband für die Weltmeisterschaften nominiert.

zVg/Sportpool
Lena Grabowski startet in China über 200 Meter Rücken.

„Das ist natürlich ein Wahnsinnsgefühl und etwas Besonderes. Die Aufregung hält sich aber noch in Grenzen. Ich kenne die Nationalteam-Kollegen von den Europameisterschaften“, berichtete die 16-Jährige vor dem Abflug vor einer Woche vom Flughafen in Wien-Schwechat aus. Erst morgen, am 13. Dezember, steigt sie das erste Mal im ersten Qualifikationslauf über die 200 Meter Rücken ins Wasser. Das Ziel für ihren großen internationalen Auftritt ist ganz klar: „Ich will Bestzeit schwimmen. Die Platzierung ist nebensächlich, das kommt dann von alleine. Es gibt keine Vorgaben vom Verband, vorrangig sind nur die Bestzeiten“, so Grabowski.

Rennen genießen und Erfahrung sammeln

Offen ist noch, ob sie auch über die 50 und 100 Meter Rücken an den Start gehen darf. „Das entscheidet der OSV spontan vor Ort. Eigentlich habe ich die Limits für die Distanzen nicht erreicht, aber man weiß ja nie, was passiert“, so die SUNS-Athletin. Nach zwölf Stunden Flugzeit mit einem Zwischenstopp in Amsterdam ist die gesamte OSV-Mannschaft vergangenen Mittwoch in China angekommen.

Die ersten Eindrücke waren sehr positiv für die 16-Jährige. In der Schwimmhalle von Hangzhou fühlt sie sich jedenfalls wohl: „Die Wettkampfhalle ist extrem modern und schön, genauso wie die Unterkunft“, erzählt Grabowski. Nur mit dem chinesischen Essen muss sich der „Goldfisch“ erst anfreunden: „Naja, das ist mal was anderes“, schmunzelt sie.

Von Hangzhou hat sie noch nicht viel gesehen, bis zuletzt stand zweimal täglich ein Training am Programm. Ihr erstes WM-Rennen will die Parndorferin genießen. Für sie gilt es vorrangig, Erfahrung zu sammeln und im Sog der Superstars die eigene Bestzeit zu knacken.