Bernd Wiesberger: Sieg in Schottland!. Der Oberwarter Golf-Profi Bernd Wiesberger hat seinen zweiten Saisonsieg einfahren können. Der 33-Jährige setzte sich bei den Scottish Open, einem Event auf der Rolex Series, an einem dramatischen Schlusstag im Stechen gegen den Franzosen Benjamin Hebert durch und kassierte dafür ein Preisgeld von knapp über eine Million Euro.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 14. Juli 2019 (22:14)
Martin Ivansich

Wiesberger  zeigte sich beim European Tour-Turnier in Schottland von seiner besten Seite. Nach Platz zwei vor einer Woche in Irland, wo er sich bei den Irish Open neben jeder Menge Selbstvertrauen auch ein Ticket für die British Open sicherte, legte er nun nach und gewann nach dem „Made in Denmark“ sein zweites Turnier in diesem Jahr.

Schon am ersten Tag zeigte sich Österreichs Nummer eins in guter Verfassung und brachte sich mit einer 67er-Runde (vier unter Par) in eine aussichtsreiche Position. Runde zwei verlief dann mehr als wunschgemäß. Wiesberger konnte sich nicht nur steigern, sondern spielte sich in einen echten Birdie-Rausch.

Das Ergebnis ist gleichzeitig Golf-Geschichte. Wiesberger knallte eine 61er-Runde  (elf Birdies) auf die Score-Karte, die seine bislang beste Karriere-Runde bedeutete und gleichzeitig auch neuen Platzrekord. Mit der überragenden Performance setzt sich der Burgenländer an die Spitze des Teilnehmerfelds, allerdings muste er diese Führung vor Tag drei noch teilen.

Das war nach dem Moving Day nicht mehr der Fall. Wieder gelang eine richtige starke Vorstellung. Mit 65 Schlägen übernahm er die alleinige Führung vor dem entscheidenden Finaltag. Ausgerechnetin der letzten Runde ging Wiesberger mit den Birdies sparsamer um, dennoch führte der Sieg nur über den Österreicher. Weil der Franzose Benjamin Hebert eine Top-Schlussrunde spielte (62), fiel die Entscheidung in der „Nachspielzeit“.

Und im Stechen bewies Wiesberger dann die stärkeren Nerven und hatte auch einen Tick Glück. Denn der Franzose hatte auf den ersten beiden Extra-Löchern jeweils die Chance auf den Sieg, ließ diese aber aus. Wiesberger hingegen nutzte dann seine Möglichkeit auf dem dritten Extra-Loch (wo Hebert wieder eklatant patzte) und sicherte sich in einer Nervenschlacht nicht nur den größten Sieg in seiner Laufbahn, sondern auch viel Schwung für die British Open in der kommenden Woche, wo er nun mehr als nur ein gefährlicher Außenseiter ist.