Eine erste große Chance

Gleich vier Boote mit burgenländischer Beteiligung sind in dieser Woche bei der WM in Aarhus im Einsatz. Es geht um Edelmetall und die ersten Olympia-Tickets.

Martin Ivansich
Martin Ivansich Erstellt am 03. August 2018 | 04:26
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Entschlossen. Das Ziel von Barabara Matz und Thomas Zajac ist klar. Das Nacra17-Duo hat den Fokus in den letzten Wochen voll auf die WM gerichtet und will in Aarhus einen Top-Acht-Platz und somit das Nationen-Ticket für die Olympischen Spiele in Tokio 2020 fixieren.
Foto: GEPA

Mit Tanja Frank und Lorena Abicht (beide Union Yacht Club Neusiedlersee) sowie Angelika Kohlendorfer (Yacht Club Podersdorf) und Lisa Farthofer in der 49fx-Klasse, Thomas Zajac (Burgenländischen Yacht Club) und Barbara Matz (Yachtclub Breitenbrunn) im Nacra17-Bewerb und Nikolaus Kampelmühler und Thomas Czajka (470er-Klasse, Burgenländischen Yacht Club) starten gleich vier Boote mit rot-goldenen Sportlern bei der Segel-Weltmeisterschaft in Aarhus (Dänemark). Dort werden neben Medaillen auch die ersten Nationen-Tickets für die Olympischen Spiele in Tokio vergeben. Die Top-Acht in den Disziplinen haben das Ticket für das Großevent 2020 in der Tasche.

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Eingespielt. Zwar sind Lorena Abicht (l.) und Tanja noch nicht so lange gemeinsam im Boot wie die Konkurrenz, dennoch klappt vieles schon richtig gut.
GEPA

Erwartungshaltung ist gemischt

Tanja Frank: „Die Erwartungshaltung ist gemischt. Einerseits natürlich riesengroß, weil es eine Olympia-Qualifikation ist. Auf der anderen Seite darf man sich nicht zu viel erwarten, da andere Teams deutlich länger gemeinsam im Boot sitzen als wir. Teilweise sieben bis acht Jahre.“ Mit dem bisherigen Jahr ist Frank teilweise zufriedenstellen: „Es war eine durchwachsene Saison. Wir haben Fortschritte gemacht, haben zwei Weltcup-Medaillen geholt. Aber die EM war dann ein Rückschlag. Wir hoffen also, dass es uns so geht wie im Weltcup.“

Kurz vor der WM nahm das 49fx-Duo noch eine kurze Pause, um die Akkus aufzuladen. Anders sah beim Nacra17-Gespann Thomas Zajac und Barbara Matz die Vorbereitung auf Aarhus aus. Die Neusiedlerin Matz und Steuermann Zajac verzichteten auf die Europameisterschaft und trainierten stattdessen direkt im WM-Revier: „Die Nationen-Qualifikation für Tokio gleich im ersten Anlauf zu meistern, hat Priorität. Zum einen, weil ein Stück Anspannung wegfällt, aber vor allem, weil wir mit dem Ticket in der Tasche hinsichtlich der Vorbereitung im Olympia-Revier effizienter planen können. Das heißt aber nicht, dass wir den Medaillen-Fight außer Acht lassen“, so Thomas Zajac. Nikolaus Kampelmühler und Thomas Czajka sind bereits seit knapp zwei Wochen in Aarhus und bereiten sich auf ihre zweite gemeinsame Weltmeisterschaft vor. Das 470er-Duo geht mit einem neuen Mast an den Start und hat sich den Einzug in die Goldflotte als Ziel gesetzt.

Gespannter Blick auf die Windverhältnisse

„Obwohl wir mit dem neuen Mast keine Regatta gesegelt sind, haben wir ein gutes Gefühl. Wir haben am Wasser viel getestet und konnten im Training bei Mittelwind von der Geschwindigkeit gut mithalten,“ analysiert Kampelmühler, der gespannt auf die Wettervorhersage der nächsten Tage blickt: „Es ist in Dänemark schon länger sehr warm, beim Testevent im letzten Jahr hat es zur gleichen Jahreszeit bei 14 Grad ständig geregnet. Ich bin gespannt, wie sich das Wetter auf den Wind auswirken wird. Bei Leicht- und Mittelwind sind wir sicher näher an der Weltspitze.“