Letzte Chance auf Tokio für Czajka und Kampelmühler. Anfang März werden in Portugal die letzten Plätze für die Olympischen Spiele vergeben: Für Thomas Czajka und Nikolaus Kampelmühler geht es dabei um ein Ticket.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 01. Februar 2021 (01:13)
Nikolaus Kampelmühler und Thomas Czajka haben die Weltmeisterschaft vor Portugal im Auge. Dort geht es für das 470er-Duo auch um ein Ticket für die Olympischen Spiele in Japan.
Dominik Matesa / Candidate Sailing

Österreichs 470er, 49er und 49erFX-Teams sind aktuell in Vilamoura (Portugal), wo ein Trainingslager am Programm steht. Der Fokus liegt aber schon jetzt für viele auf der Weltmeisterschaft, die Anfang März im Süden von Portugal stattfindet. Für das 470er-Duo Thomas Czajka (Burgenländischen Yacht Club) und Nikolaus Kampelmühler (Yacht Club Podersdorf) geht es dort um das verbleibende Ticket für die Olympischen Spiele in Tokio. Coronavirus-bedingt wurde die Entscheidung um den letzten europäischen Olympia-Startplatz zweimal (Genua/Italien und Palma de Mallorca/Spanien) verschoben. Nun soll bei der WM vor Vilamoura (5. - 13. März) das Tokio-Ticket endgültig vergeben werden. Gleichzeitig ist es für die rot-weiß-roten Boote eine Premiere, noch nie wurde vor Vilamoura bei einer Regatta gesegelt.

Seit 8. Jänner sind Czajka/Kampelmühler bereits vor Ort, um sich optimal einzustimmen und dann im entscheidenden Duell um das Nationen-Ticket, wo die Vorarlberger David Bargehr und Lukas Mähr die Konkurrenten sind, die Nase vorne zu haben. „Wir sind zufrieden mit unseren Leistungen. Es ist die Bestätigung, dass wir in den letzten Monaten gut gearbeitet haben. Wir sind zuversichtlich und sicher näher an den Spitzenteams als bei der letzten Weltmeisterschaft in Japan. Wir müssen jetzt dranbleiben und die Wochen bis zu WM gut nützen. Dann wollen wir konzentriert, aber auch mit der nötigen Lockerheit an die Sache herangehen“, setzt Vorschoter Czajka auf die richtige Balance. Auch in dem Wissen, dass es kein leichtes Unterfangen wird.

49erFx auf Kurs: Das Setup ist stimmig

Tanja Frank und Lorena Abicht (49erFx, Union Yacht Club Neusiedlersee) befinden sich derzeit ebenso in Portugal und bereiten sich dort auf die kommenden Aufgaben vor. Primär wurde im ersten Block des Trainingslagers am Olympia-Material getestet — und da hat man nun eine richtungsweisende Entscheidung getroffen. In Tokio wird mit jenem Rumpf und Mast gesegelt, mit denen man bei der Weltmeisterschaft 2018 sensationell Silber holte. Tanja Frank und Lorena Abicht hatten dies schon länger im Gefühl. „Wir hatten die Vermutung, dass unser Aarhus-Setup das schnellste ist und das hat sich auch bestätigt“, berichtet Steuerfrau Tanja Frank.

Zufrieden. Tanja Frank (l.) und ihre 49erFx-Partnerin Lorena Abicht haben das Olympia-Material gefunden.
Dominik Matesa / Candidate Sailing

Insgesamt wurden in den beiden Trainings-Wochen zwei Boote und vier Masten getestet. „Wir haben in diesem Bereich eine sehr gute Conclusio gefunden und haben damit das beste Gefühl“, ergänzt Vorschoterin Lorena Abicht nach den intensiven Setup-Abstimmungen, wobei man von den belgischen Trainingspartnerinnen Isaura Maenhaut und Anouk Geurts Unterstützung bekam. Aktuell ist das 49erFx-Gespann zu Hause in Österreich, bevor man am kommenden Sonntag wieder nach Portugal reist, um an der Olympia-Form zu arbeiten.