Julia Dujmovits: „Das war einfach nur überwältigend“. e Sulzerin holte sich bei der Weltmeisterschaft in Rogla im Parallel-Riesentorlauf Bronze – und war selbst überrascht.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 04. März 2021 (02:33)
Da ist die Medaille. Am Montag präsentierte die Sulzerin Julia Dujmovits (r.) stolz ihre Bronzemedaille im Parallel-Riesenslalom, die sie im Duell um Platz drei gegen Claudia Riegler holen konnte. Die Goldene holte sich die Deutsche Selina Jörg (Mitte), Silber ging an Sofia Nadyrshina (l.). Im Parallelslalom schied Dujmovits im Viertelfinale vorzeitig gegen die Russin Nadyrshina aus. Diese vergoldete sich später gar noch.
FIS/Miha Matavz

SNOWBOARD Einen weiteren Meilenstein der burgenländischen Sportgeschichte schaffte am vergangenen Montag die 33-jährige Südburgenländerin Julia Dujmovits. Nach Olympia-Gold 2014 in Sotschi und zwei WM-Medaillen 2013 und 2015 (jeweils Silber), gab es bei der WM in Rogla Bronze im Parallel-Riesentorlauf. Nach fast dreijähriger Abstinenz im Snowboard-Zirkus, setzte sie nun ihrem Comeback die Bronze-Medaille-Krone auf. Im inner-österreichischen Duell um Platz drei setzte sie sich mit 1,05 Sekunden gegen ihre 47-jährige Teamkollegin Claudia Riegler durch.

Emotionale Zielankunft mit Tränen in den Augen

„Es ist gar nicht zu glauben, und war einfach nur überwältigend. Im Ziel hatte ich echt Tränen in den Augen“, freute sich Dujmovits. Die Arbeiten an Material und Set-Up in den letzten Wochen machten sich bezahlt – und auch Lust auf mehr. Stichwort Olympia 2022 in Peking. „Ich bin sehr froh, dass alles zusammenpasste, das motiviert natürlich viel mehr, vor allem für die nächste Saison. Unglaublich, dass das in der kurzen Zeit schon möglich war.“

Da ist die Medaille. Am Montag präsentierte die Sulzerin Julia Dujmovits (r.) stolz ihre Bronzemedaille im Parallel-Riesenslalom, die sie im Duell um Platz drei gegen Claudia Riegler holen konnte. Die Goldene holte sich die Deutsche Selina Jörg (Mitte), Silber ging an Sofia Nadyrshina (l.). Im Parallelslalom schied Dujmovits im Viertelfinale vorzeitig gegen die Russin Nadyrshina aus. Diese vergoldete sich später gar noch.
FIS/Miha Matavz

Ob gar mehr drin gewesen wäre? Klares Jein, denn im Halbfinale lag sie gegen die Russin Sofia Nadyrshina drei Tore vor dem Ziel vorne, schied jedoch noch aus. Etwaige Katerstimmung wollte angesichts der späteren Medaille aber klarerweise keine aufkommen. Auch wegen der generellen Umstände, denn eine Ellbogenluxation ließ sie erst spät in die Rückkehr-Saison einsteigen und sie hatte so nur drei Parallel-Riesenslaloms in den Beinen. Nach der Bronzenen ging es schon am Dienstag mit dem Parallel-Slalom weiter. Auch dort ging es für Dujmovits ins Viertelfinale, wo dann erneut Nadyrshina wartete. Wieder mit dem besseren Ende für die sich später zur Weltmeisterin kürenden Russin. Weitere Medaille gab es für die rot-weiß-roten Vertreterinnen keine mehr.