Julia Dujmovits: Letzter Feinschliff vor dem Highlight

Erstellt am 06. Januar 2022 | 03:21
Lesezeit: 3 Min
Julia Dujmovits
Bereit für die kommenden Rennen. Die Sulzerin Julia Dujmovits fährt beim Parallel-Riesenslalom in Scuol.
Foto: Dujmovits
Der erste Saisonblock war für die Sulzerin Julia Dujmovits intensiv. Sie nutzte die Feiertage zur Regeneration. Gestärkt warten nun die nächsten Aufgaben auf die „Snowboard-Queen“.
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Weihnachten ist oft eine Zeit des Innehaltens. Kraft tanken und Abstand gewinnen steht auf so vielen Tagesordnungen diverser Spitzensportler. Auch die Sulzer Olympiasiegerin von 2014, Julia Dujmovits, nutzte die letzte Woche, um Ruhe zu finden. Der Saison-Auftakt war mit den Plätzen vier, fünf, sechs und 21 gut, aber auch kräftezehrend. Fünf Tage verbrachte das rot-goldene Aushängeschild zuletzt im Kreise der Familie, ehe nun der Weltcup-Zirkus wieder wartet.

Dujmovits trainierte für ihre nächsten Aufgaben

Nach den Feiertagen rief sofort das Training auf der Simonhöhe. „Es gab die Möglichkeit, zwei Tage im Rennmodus zu trainieren. Die Bedingungen waren, um das richtige Set-up zu finden, zwar nicht optimal, aber ich konnte mich dennoch auf die Rennen dort einstellen“, erzählte die 34-Jährige. Am 14. und 15. Jänner (siehe Infobox) geht es gerade dort um Weltcup-Punkte. Ihre Lieblingspiste ist es nicht: „Ein flacher Kurs und problematisch, durch dynamische Technik, Geschwindigkeit zu generieren. Ich muss meine Technik dort sicher umstellen.“ Anders die Ausgangslage vor den ersten Auftritten 2022 in Scuol und Bad Gastein. Vor allem Bad Gastein gilt seit jeher als beliebtes Snowboard-Ziel österreichischer Athleten. Da bildet die Sulzerin keine Ausnahme. Angefangen bei der Junioren-WM bis hin zu späteren Weltcup-Podestplätzen war für Dujmovits in ihrer langen Karriere schon vieles dabei. „Ich freue mich schon sehr auf dieses Rennen“, meinte sie. Bevor es aber soweit ist, wurde am Montag und Dienstag in Bad Gastein nochmals trainiert. Dann stand die Anreise in die Schweiz und nach Scuol an. „Dieser Hang macht mir sehr viel Spaß.“ Aber nicht nur der steht im Fokus: „Es ist zudem ein Rennen, wo ich mein Material testen und ein Gefühl entwickeln kann, welches Setting möglich ist und wie das Board dann funktioniert.“

Wunsch: Gesund durch die Saison zu kommen

Und dann gibt es ja noch das ganz große Saison-Highlight mit den Olympischen Spielen in Peking. Diese finden in knapp einem Monat vom 4. bis 20. Februar statt. Der Druck ist durch Gold vor acht Jahren quasi weg, die Lust aufs Großereignis umso größer. Dafür wird nun getüftelt und gewerkt.

„Der Schnee in China ist speziell. Ich habe keine wirklichen Erfahrungen damit, will aber so breit wie möglich aufgestellt sein. Wichtig ist mir, mein Material bei verschiedenen Schneebedingungen gut zu kennen.“ Am 8. Februar geht es bei den Spielen im Parallelriesentorlauf um die Medaillen. „Der Weg ist das Ziel. Jetzt heißt es, Fokus finden und halten, um bei Olympia die beste Performance abrufen zu können“, so die Sulzerin.