Erste Bewegungen im Spiel. Die Bundesregierung plant ab 15. März erste Schritte im Bereich des Jugendsports. Das betrifft auch die vielen Fußballklubs. Erwachsenenteams müssen warten.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 04. März 2021 (03:11)
Erste Bewegung im Spiel
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Was im Detail möglich sein werde, stand am Montagabend dieser Woche noch nicht fest, aber darum ging es auch gar nicht. Wichtig war einmal die grundsätzliche Info, die im Zuge einer Pressekonferenz der Bundesregierung an die Öffentlichkeit kam. Ab 15. März sind erste Covid-Lockerungsschritte im Bereich des Schul- und Jugendsports geplant. Ob es sich um Kleingruppentraining oder um Mannschaftstraining ohne Körperkontakt handelt, war noch unklar. Fakt ist aber, dass unter gewissen Voraussetzungen – etwa Testungen – Kindern und Jugendlichen im Freien wieder ein gewisser Trainingsbetrieb ermöglicht werden soll.

BFV-Präsident Gerhard Milletich ist vorsichtig optimistisch, hätte sich aber eine raschere Öffnung erhofft.
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Somit gibt es auch eine erste Perspektive, im Bereich des Fußballs hat diese vorerst eben der Nachwuchs. Für Burgenlands Verbands-Präsidenten Gerhard Milletich ist das „ein wichtiges Signal, vor allem für die Kinder.“ Verwundert zeigte sich der BFV-Boss allerdings darüber, dass dieser Schritt für 15. März angekündigt wurde. Aktuell werde in Schulen bereits getestet, die besagten Testungen könne man etwa bereits auf die Bewegung im Freien ausrollen. „Dass man hier noch zwei Wochen zuwartet, obwohl die Voraussetzungen schon gegeben sind, ist für mich nicht logisch.“

„Auf einem Spielfeld wäre genügend Platz“

Noch ist jedenfalls nicht klar, welche Möglichkeiten auf die Nachwuchs-Kicker warten. Für Milletich wäre es aber jedenfalls vertret- und zumutbar, bereits zu Beginn die Minimalvariante eines Kleingruppentrainings ohne Körperkontakt zu überspringen und zumindest die gesamte Mannschaft zusammenkommen zu lassen. „Auf einem Spielfeld 15 Kinder trainieren zu lassen, das sollte doch möglich sein. Vor allem, wenn der Betrieb ja auch von den Trainern begleitet wird.

In Wien etwa sind die Parks und die dortigen Käfige zum Basketball- und Fußballspielen unkontrolliert voll. Dass parallel nach wie vor Sportplätze gesperrt sind, ist in diesem Zusammenhang unverständlich.“ Freilich sei Milletich kein Virologe, aber unter den gegebenen Umständen sei der Schritt einer Öffnung für den Nachwuchs längst nötig und zu begrüßen. Nachsatz: „Auch wenn ich wie gesagt nicht ganz nachvollziehen kann, warum dafür jetzt noch bis 15. März zugewartet wird.“

Zumindest aber dürfen die Kinder und Jugendlichen bald wieder auf den Platz. Der Erwachsenenbetrieb hingegen wird auch weiterhin stillstehen, was eine Wiederaufnahme des gemeinsamen Trainings betrifft. Aktuell bleiben hier vorerst nicht mehr als Individualtrainings möglich. Zumindest lebt aber die Hoffnung, dass die ersten Lockerungsschritte im Nachwuchs erstens gut und zweitens ohne potenzielle Cluster erfolgen. Dann könnte der gesamte Amateurfußball vielleicht ab April erste Trainingsmöglichkeiten erfahren.

Maximal die Hinrunde als realistisches Ziel

Eine Wiederaufnahme der Meisterschaft – noch fehlen einige Runden aus dem unterbrochenen Herbst, um zumindest die für eine Wertung nötige Hinrunde zu erledigen – ist freilich noch entfernt. Vier Wochen Trainings-Vorlaufzeit braucht es laut BFV-Beschluss, vor Mai wird also höchstwahrscheinlich noch kein Pflichtspiel möglich sein. Weshalb Milletich auch jenen eine Absage erteilt, die allzu optimistisch sind und damit spekulieren, dass sich auch noch Spieltage der Frühjahrssaison ausgehen könnten: „Dass wir maximal die Hinrunde fertigspielen können, werden jetzt hoffentlich alle erkannt haben.“