Hans Niessl: „Schritt der Vernunft“. Präsident Hans Niessl begrüßt die ersten angekündigten Lockerungen. Auch wenn die Maßnahmen nicht mit dem Zeitplan des vorgeschlagenen Stufenplans mithalten.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 06. März 2021 (02:11)
Einsatz für den Sport. Sport Austria-Präsident Hans Niessl (l.) am vergangenen Freitag im Zuge eines Sportgipfel-Pressegesprächs mit Vizekanzler Werner Kogler (M.) und Gesundheitsminister Rudolf Anschober.
Leo Hagen

Ginge es nach Sport Austria, also dem Dach des organisierten Sports in Österreich, so hätte die Bundesregierung bei der Pressekonferenz am Montag bereits die Öffnung für den Outdoor-Sport ohne Kontakt verkündet.

So sieht es jedenfalls der vorgeschlagene Stufenplan (siehe Infobox) vor, den Sport Austria mit Präsident Hans Niessl an der Spitze im Kreis der Entscheidungsträger laufend bewirbt.

Tatsächlich kündigte die Regierung erste Öffnungsschritte im Bereich des Schul- und Jugendsports an, wobei hier vor allem der Vereinssport gemeint ist – allerdings nicht sofort, sondern erst ab 15. März und vorbehaltlich einer soliden Entwicklung bei den Infektionszahlen. Die genauen Details werden im Rahmen der entsprechenden Verordnung noch folgen. Burgenlands Alt-Landeshauptmann reagierte auf die Ankündigung trotzdem positiv: „Es freut mich für unsere 571.000 in Sportvereinen gemeldeten Kinder und Jugendlichen, dass für sie ab dem 15. März endlich wieder Freiluft-Sport möglich wird. Jetzt können sie unter Auflagen wieder sportartenspezifisch in ihren Vereinen trainieren.“ Seitens von Sport Austria werde man auch dafür eintreten, dass sich von der Begrifflichkeit her „Minderjährige“ wieder sportlich betätigen dürfen und somit alle Personen unter 18 Jahren berücksichtigt werden.

Der Öffnungsschritt sei auch deshalb dringend nötig, da Experten zuletzt vermehrt auf physische und psychische Kollateralschäden durch Mangel an Bewegung und Mangel an Sozial-Kontakten besonders bei der jungen Bevölkerung hingewiesen hätten. Niessl: „Sport ist das beste Gegenmittel, Sport ist aber auch, was das Corona-Geschehen betrifft, ein Teil der Lösung, weil wir über unsere Vereine ein sehr gutes Contact Tracing gewährleisten und somit auch einen vertiefenden Überblick über das Infektionsgeschehen liefern können.“ Abschließendes Fazit: „Unsere Argumente wurden berücksichtigt. Das ist ein erster Schritt für den Sport und ein Schritt der Vernunft für die Gesundheit. Nun geht es darum, dass auch der restliche Vereinssport sukzessive, aber stets verantwortungsvoll, hochgefahren wird.“ Der Stufenplan stehe jedenfalls als potenzielle Vorlage weiter zur Verfügung.