Hans Niessl: "Die Argumente wurden ignoriert". Ernüchterung nach der montägigen Regierungs-Pressekonferenz: Zumindest einmal bis 1. März wird, was etwaige Öffnungsschritte des organisierten Breitensports betrifft, gar nichts passieren.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 18. Februar 2021 (03:34)
Kein Verständnis. Hans Niessl kann die Maßnahmen nicht nachvollziehen.
Leo Hagen

Dann soll die Lage evaluiert werden – die Tendenz ist aber klar: Lockdown-Verlängerung bis Ostern. Sport Austria-Präsident, Alt-Landeshauptmann Hans Niessl reagierte enttäuscht: „Es hat viele, lange Gespräche zwischen dem organisierten Sport und Sportminister Werner Kogler gegeben.“ Dieser habe sich immer viel Zeit für diese Gespräche genommen und auch Verständnis für die Anregungen des Sports gezeigt.

„Leider wurden aber die Argumente für verantwortungsvolle Öffnungsschritte bei der Umsetzung bislang ignoriert. Aus Sicht von Sport Austria ist es unverständlich, dass jene Maßnahmen, die für die Schulen Gültigkeit haben, nicht auch im Sport zur Anwendung kommen: Kinder mit einem gültigen negativen Corona-Test dürfen in die Schule gehen, aber nicht im Sportverein unter entsprechenden sportartenspezifischen Auflagen und einem gültigen negativen Test Sport betreiben. Das passt nicht zusammen.“

Zudem seien die psychischen und physischen Auswirkungen des Lockdowns – insbesondere auf Kinder und Jugendliche – längst nicht mehr zu ignorieren. Niessl: „Leider aber berücksichtigt Gesundheitsminister Anschober den Sport bis jetzt nicht als Gesundheitsfaktor …“