Gerdenitsch: „Unsere Top-Erfolge sind hier gewürdigt“. Neben bekannten Siegergesichtern war mit Michael Gerdenitsch als Trainer des Jahres auch ein Newcomer dabei.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 17. November 2020 (02:12)

Am Ende jedes Jahres wählen Burgenlands Sportjournalisten traditionell die Besten aus den Kategorien Sportler, Sportlerin, Trainer und Mannschaft. Im darauffolgenden Frühjahr gibt es mit der Nacht des Sports dann die große Bühne, auf der die Gewinner präsentiert werden. Jenes Event, bei dem zusätzlich auch mit den Siegern der Wolfgang-Mesko-Talente-Trophy (seit 2000) verheißungsvolle Talente mit einem Nachwuchsförderpreis gewürdigt, die Aufsteiger des Jahres (seit 2014) gekürt oder der Ehrenpreis des Landeshauptmanns (seit 2012) vergeben werden, wurde 2020 coronabedingt gestrichen.

Vom zehnten bis zum ersten Mal

Die Sieger der Mesko-Trophy – Kim Kühbauer (Tennis), Anna Schmidl (Kickboxen), David Vollmann (Triathlon) und Piet-Luis Pinter (Tennis) – wurden Ende Februar bereits ausgezeichnet. Der Ehrenpreis des Landeshauptmanns wiederum ist für Burgenlands Fußball-Ex-Internationalen Andy Ivanschitz reserviert. Nicht durchgeführt wurde die (Online-Publikums-)Wahl zum Aufsteiger des Jahres, sehr wohl aber wurden die Gewinner der klassischen Sportlerwahl im kleinsten Rahmen gekürt.

  • Golfprofi Bernd Wiesberger wurde aufgrund seines grandiosen Comeback-Jahres 2019 (nach einer langwierigen Handgelenks-Verletzung) zum zehnten Mal als Sportler des Jahres gekrönt. Aktuell ist der 35-jährige Wahl-Bad Tatzmannsdorfer in den USA beim Masters in Augusta aktiv, Ende November soll die Preisübergabe folgen.
  • Schwimmerin Lena Grabowski (18), die 2019 über 200 Meter Rücken sensationell das Olympia-Limit unterboten hatte, wurde zum zweiten Mal nach 2017 Sportlerin des Jahres. „Ich freue mich sehr, dass ich diese Auszeichnung gewonnen habe, da ich finde, egal wie oft man den Preis gewinnt, es immer eine große Ehre ist.“ Eine Anerkennung für die Leistungen sei wichtig, meint Grabowski, die – weil sie Spitzensportlerin ist – trotz des Lockdowns aktuell in der Südstadt trainieren kann.
  • Als wichtige Anerkennung der Leistung bewertet auch der Trainer des Jahres die Auszeichnung. Kein Wunder: Kickbox-Experte Michael Gerdenitsch wurde erstmals gekrönt. Der 42-jährige Rohrbacher, in seiner aktiven Zeit 2000, 2003 und 2005 Weltmeister im Pointfighting, ist unter anderem Bundestrainer für den Kickbox-Nachwuchs sowie Sparten- und Mentaltrainer beim Nationalteam. Immer wieder zeigen Athleten (und hier vor allem Youngsters) seines Heimatvereins KBC Rohrbach national sowie international auf. „Ich war wirklich sehr überrascht, total gerührt und entsprechend erfreut. Das ist nicht nur meine Auszeichnung – unsere Top-Erfolge sind hier gewürdigt. Ein großes Danke geht auch an meine Familie, die mich stets unterstützt hat“, sagt Gerdenitsch über die Auszeichnung. Die jedenfalls weiter motivieren soll, um das Kickboxen voranzutreiben. „In Rohrbach haben wir aktuell rund 50 Kinder aus der Umgebung. Auch wenn es in der jetzigen Zeit nicht einfach ist, bin ich für die weitere Zukunft optimistisch.“
  • Mannschaft des Jahres wurde das Nacra17-Segelteam Tom Zajac und Barbara Matz. Während Zajac (35) nach Olympia-Bronze bereits 2016 mit Tanja Frank die Wahl zur besten Mannschaft gewann, ist es für die 22-jährige Matz die erste Trophäe dieser Kategorie. (Erfolgs-)Basis der Wahl waren für das Duo der Sieg bei der Kieler Woche, einige Top-Ten-Weltcup-Platzierungen sowie Rang acht bei der WM in Neuseeland.