Co-Trainer Schmidt bei UEFA Pro-Lizenz-Kurs dabei. Co-Trainer Markus Schmidt steht nun doch im neuen UEFA Pro-Lizenz-Kurs – der zur Chefcoach-Tätigkeit berechtigen würde.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 29. Juni 2020 (02:45)
In Position. Co-Trainer Markus Schmidt steht im UEFA Pro-Lizenz-Kurs und könnte damit auch die SVM-Profis – wann auch immer das sein mag – betreuen.
Ivansich

Von 8. bis 10. September geht das erste Modul des neuen UEFA-Pro-Lizenz-Kurses über die Bühne, der 400 Ausbildungseinheiten umfasst. Mittendrin wird auch Mattersburgs Co-Trainer Markus Schmidt sein, der im März bei der veröffentlichten Aufnahmeliste nicht im 20 Personen starken Teilnehmerfeld stand. Seit vergangener Woche ist der 43-Jährige nun doch an Bord, weil der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB), der die Ausbildung anbietet, den Diplomkurs erweitert hat.

Längst ist die Pro-Lizenz nicht mehr nur eine reine Sache für Anwärter auf einen Bundesliga-Trainerposten, die Plätze sind rar gesät. Scheinbar zu rar, weshalb nun ein durchaus ungewöhnlicher Schritt gesetzt wurde, wie der ÖFB-Aussendung zu entnehmen ist: „Nachdem es zwei beim ÖFB tätige Bewerber (Anm.: Chefanalytiker Christian Heidenreich und Videoanalyst Wolfgang Fiala) klar unter die 20 punktebesten Anwärter geschafft haben und somit in den Kurs aufgenommen wurden, hat der ÖFB entschieden, in derartigen Fällen die Ausbildung um die entsprechende Personenanzahl aufzustocken. Nach heute erfolgter Zustimmung der UEFA wurden daher die beiden nach Punkten nächstgereihten Bewerber ins UEFA-Pro-Diplom aufgenommen. Damit soll zwei zusätzlichen heimischen Trainertalenten eine Teilnahme an dieser begehrten Ausbildung ermöglicht werden.“ Bei den beiden besagten nächstgereihten Bewerbern handelt es sich eben um Schmidt und um Roman Ellensohn, Trainer des Dornbirner SV in der Vorarlberger Eliteliga.

Weichenstellung nach der Saison

In der Praxis bedeutet die Nachnominierung für den Wahl-Loipersbacher somit auch den nächsten Schritt seiner Trainerkarriere. Nur wer den Kurs besucht beziehungsweise in weiterer Folge dann in Besitz der UEFA-Pro-Lizenz ist, hat die Trainerberechtigung im Fußball-Oberhaus.

Schmidt könnte dann also auch in weiterer Folge als Chefcoach tätig sein: „Natürlich war es mein Ziel, mich in dieser Richtung weiterzuentwickeln.“

Ob und wann das SVM-Urgestein bei den Profis eine Trainer-Funktion an der Spitze einnehmen wird, bleibt vorerst trotzdem Spekulation. Fakt ist, dass Franz Ponweiser als Chefcoach und Sportlicher Leiter tätig ist – und Schmidt in diesem Konstrukt seinen Teil beiträgt. „Ich habe schon immer gesagt: Wo ich beim SVM gebraucht werde, stehe ich zur Verfügung. Daher sehe ich das alles auch völlig entspannt.“ Und Ponweiser ergänzt: „Mich freut es für ihn, die Aufnahme ist ganz wichtig.“ Dass Schmidt schon im Sommer als aufgelegter Nachfolger in die erste Reihe wandert, sei aber noch nicht in Stein gemeißelt. „Da hätte mich Präsident Martin Pucher schon informiert“, stellt der Chefcoach klar. „Wir werden uns nach der Saison zusammensetzen und auch eine Weichenstellung vornehmen.“