Star-Parade bei den ÖMS-Titelkämpfen 2020. Fast das komplette Davis Cup-Team und das gesamte Fed Cup-Team gehen in Oberpullendorf an den Start.

Von Dietmar Heger. Erstellt am 25. Juni 2020 (02:34)
Topgesetzt. Dennis Novak kommt als Nummer 85 der Weltrangliste nach Oberpullendorf. Der Wahl-Neufelder konnte sich schon 2016 den Titel sichern.
Didi

Außer Dominic Thiem gibt sich die gesamte österreichischen Tennis-Elite der Damen und Herren ab kommenden Dienstag – wenn der Hauptbewerb startet – bei den ADMIRAL Österreichischen Meisterschaften auf der Anlage des TC Sport-Hotel-Kurz in Oberpullendorf die Ehre.

„Es werden die bestbesetzten Staatsmeisterschaften der vergangenen zwanzig Jahre“, freut sich ÖTV-Vizepräsident Günter Kurz, der auch dem Burgenländischen Verband vorsteht und in der Woche vom 28. Juni bis zum 4. Juli als Organisator auftritt. Die Daviscup-Spieler Dennis Novak, Sebastian Ofner, Jurij Rodionov und Jürgen Melzer bei den Herren, sowie das gesamte Fed-Cup-Team um Barbara Haas, Julia Grabher, Melanie Klaffner, Sinja Kraus und Mira Antonitsch bei den Damen garantieren Tennis auf höchstem nationalen Niveau. „Nicht nur die Qualität, sondern auch die Quantität sprengt alles bislang Dagewesene“, freut sich Kurz.

„In der Qualifikation (Anm.: ab Sonntag, der Hauptbewerb startet am Dienstag) finden nicht einmal alle gemeldeten Spieler Platz – und das bei einem 64er-Raster.“ Der Auflauf der Spitzenspieler ist einerseits natürlich dem Umstand geschuldet, dass die ATP-, WTA- und ITF-Tour aktuell noch ruhen. Andererseits unternahm der ÖTV seit dem Lockdown Mitte März aufgrund der Corona-Pandemie und der dadurch nötigen Verschiebung alles, um die Staatsmeisterschaften über die Bühne bringen zu können. „Wir sind sehr erleichtert, dass die Titelkämpfe in dieser herausfordernden Zeit überhaupt ausgetragen werden“, so ÖTV-Präsidentin Christina Toth. Und auch das Preisgeld wurde mit 40.000 Euro wieder auf einen Rekordwert für nationale Meisterschaften angehoben.

BTV-Spieler erhalten ermäßigte Tickets

Allesamt Gründe dafür, dass das Organisationsteam mit einem Spitzenfeld belohnt wurde. Und auch damit, dass ab dem zweiten Hauptbewerbstag (Anm.: 1. Juli) bis zu 500 Zuschauer das Geschehen vor Ort mitverfolgen dürfen. Diese haben bis zum Viertelfinaltag am Donnerstag freien Eintritt. Kurz: „Durch die bestehenden Beschränkungen ist der Eintritt bis Donnerstag zwar frei, dennoch sollte man sich vorab per Mail (Anm.: turnier@kurz.cc) ein Ticket sichern, um den Einlass sicherzustellen, falls zu viele Zuseher kommen sollten.“

Am Freitag und Samstag kostet eine gewöhnliche Eintrittskarte 15 Euro, BTV-Mannschaftsmeisterschaftsspieler erhalten eine Ermäßigung von fünf Euro. Erstmals wird auch ein eigener VIP-Bereich für Freitag und Samstag eingerichtet. Karten der unterschiedlichen Kategorien sind direkt im Sport-Hotel-Kurz zu erwerben.

Nichts Neues, weil als Bereicherung der Veranstaltung bereits zur liebgewonnenen Tradition geworden, sind die zahlreichen Side-Events, die in der zwölfjährigen Oberpullendorf-Ära der Staatsmeisterschaften installiert wurden. Von der Las Vegas Night über das Promi Hobby-Turnier bis hin zum Official Dinner wird auch abseits der Courts einiges geboten.

Wer das „Tennis-Schmankerl“ nicht live vor Ort genießen kann, muss aber auch nicht darauf verzichten. Auf ORF Sport+ wird an allen fünf Hauptbewerbstagen live übertragen.