Der SVM-Fokus liegt auf der Defensive . Zwei klare Niederlagen mit neun Gegentoren bedeuten für SVM-Trainer Franz Ponweiser viel „Defensivarbeit“.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 16. August 2019 (05:42)
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Defensiv instabil: Nur selten konnten Thorsten Mahrer (r.), Lukas Rath (l.) und Co. die Austrianer stoppen. Mattersburg offenbarte in den letzten beiden Runden in der Abwehr große Probleme.

Nach dem 1:4 in Salzburg gab es für den SVM ein 1:5 gegen die Austria. Die Pleite saß tief und war für Trainer Franz Ponweiser ein Schlag mitten ins Gesicht: „Ich war richtig enttäuscht“, meinte der 43-Jährige nach der Klatsche.

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Lautstarke Anweisungen blieben zuletzt ungehört. SVM-Trainer Franz Ponweiser muss „einiges überdenken“.

Vor allem in der Defensive stellte es dem Coach bei so mancher Szene die Haare auf: „Da waren Fehler dabei, die dürfen auf diesem Niveau ganz einfach nicht passieren“, so Ponweiser, der in dieser Woche viel Zeit mit der Aufarbeitung der Niederlage verbringt: „So ganz einfach zur Tagesordnung übergehen, das funktioniert nach so einer Partie nicht. Da muss man gewisse Dinge ganz deutlich ansprechen.“

Natürlich schmerzte der Ausfall von Philipp Erhardt, der wegen einer Halsentzündung nicht einsatzfähig war. „Mit ihm hätten wir sicher mehr Stabilität und auch nach vorne mehr Optionen gehabt“, meinte der Mattersburger Trainer.

Dass man dermaßen instabil auftrat, bereitet Ponweiser schon auch Kopfschmerzen: „Wir wollten gegen einen angeschlagenen Gegner, der aber dennoch viel Qualität hat, hinten lange die Null halten. Dann wäre die Austria sicher nervös geworden. So war es nach einem kapitalen Eigenfehler schon nach wenigen Augenblicken vorbei mit unserem Plan. Trotzdem hätte ich mir danach eine andere Reaktion erwartet.“

Erhardt wieder retour, Jano eher noch nicht

Die will der Trainer nun am kommenden Samstag beim WAC sehen, auch wenn ihm bewusst ist: „Da wird man ein spezielles Konzept brauchen, um zu bestehen. Der WAC hat Spieler mit enormer Geschwindigkeit, kann druckvoll agieren und genau da müssen wir ansetzen.“ Dass der SVM dort mit der einen oder andere Startelf-Änderung auflaufen wird, ist nach dem Debakel gegen die Austria so gut wie fix.

Für einen wird es sich höchstwahrscheinlich nicht ausgehen: Jano laboriert an einer Rückenverletzung, versäumte deshalb bereits das Austria-Spiel. „Er schleppt das schon länger mit sich herum. Für dieses Wochenende wird es sich wohl nicht ausgehen, dass er spielt“, erklärt Ponweiser. Eine MR-Untersuchung sollte noch Klarheit geben.

Während der Spanier also mit ziemlicher Sicherheit beim zweiten Auswärtsspiel fehlen wird, hofft der Trainer auf eine Rückkehr von Erhardt: „Das wäre für uns sehr wichtig. Bei ihm bin ich auch zuversichtlich für einen Einsatz am Samstag.“ Eine weitere offensive Option könnte Victor Olatunji darstellen, die Freigabe für den Stürmer soll rechtzeitig vor dem Spiel gegen den WAC eintreffen.