Kühbauer soll das Feuer beim SKN entfachen. Als Feuerwehrmann vorerst bis Saisonende holte der SKN Dietmar Kühbauer: „Wir wollen oben bleiben!“

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 04. April 2018 (05:44)
Wolfgang Wallner
Mit Didi Kühbauer soll‘s wieder aufwärts gehen. Am Montagnachmittag leitete er sein erstes Training beim SKN St. Pölten.

Ostermontag, 15 Uhr. Dietmar Kühbauer betritt im SKN-Trainingsanzug den Platz. Der ehemalige Teamspieler verkörpert die St. Pöltner Hoffnung. Der als Motivator bekannte Burgenländer soll die Wölfe für die Relegation auf Kurs bringen. „Wir wollen versuchen, der Mannschaft noch einmal neue Impulse zu geben“, sagt General Manager Andreas Blumauer, der Oliver Lederer noch in der vergangenen Wochen (vorerst) das Vertrauen ausgesprochen hatte.

„Die erhoffte Reaktion, gerade vom Auftreten der Mannschaft her, ist ausgeblieben“, begründet Blumauer die Blitzentscheidung nach dem Debakel gegen Sturm Graz. Nun ist also Dietmar Kühbauer am Zug. „Ich liebe es, Trainer zu sein, ich liebe es, in der Bundesliga zu arbeiten. Und das will ich in der nächsten Saison auch noch in St. Pölten tun!“

Punktesammeln für’s Selbstvertrauen

Die erste Einheit unter „Don Didi“ zog rund zwei Dutzend Kiebitze an. „Fast schon mehr als in der Liga“, scherzte Masseur Hans Fehringer. Der Tenor bei den alteingesessenen SKN-Anhängern: „Der Didi wird den Kickern schon in den Hintern treten.“ Kühbauer hielt sich im Hintergrund, „Co“ Markus Schopp und der jüngst zum Sportkoordinator beförderte Marcel Ketelaer leiteten die meisten Übungen. „Mehr Wille, mehr Entschlossenheit. Schnell den Weg zum Tor suchen!“ Kühbauers Kommandos ließen wenig Zweifel, wohin die Reise geht. ...

„Wir müssen stabiler werden, die Fehler in der Defensive abstellen“, ist sich der neue SKN-Trainer bewusst. „Die Aufgabe beim SKN ist schwierig, aber auch reizvoll. Ich sehe im Team das Potenzial für die Bundesliga.“ Das müsse nun schnellstmöglich abgerufen werden. „Acht Wochen sind nicht viel Zeit. Wir brauchen Punkte. Die sind enorm wichtig für den Kopf.“