LASK? Rapid? Baumgartner: „Da müssen wir durch“. Vor der Länderspielpause warten auf Mattersburg harte Brocken – am Samstag geht’s erst einmal zum heimstarken LASK.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 22. September 2017 (04:37)
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Umkämpft. Patrick Bürger (Mitte, hier gegen den Ex-Mattersburger Patrick Farkas, r.) und seine Mitspieler mussten sich Meister Salzburg durch ein Tor in der Nachspielzeit geschlagen geben.
Ivansich

3-1-0. Das ist keine Spezial-Spielformation, sondern die aktuelle Heimbilanz des LASK, der in der Paschinger TGW-Arena antritt. In vier Partien blieb der von Oliver Glasner betreute Aufsteiger dort dreimal siegreich, einmal holte das Auswärtsteam (Altach, 0:0) ein X-erl.

Keine aussichtsreiche Statistik für den SV Mattersburg, der am Samstag in Oberösterreich antreten muss und mit nur einem Körnderl aus den letzten sechs Spielen gerade ein punktuell dunkles Tal durchschreitet.

Und doch sieht Trainer Gerald Baumgartner Licht: „Gegen Meister Salzburg war eine deutliche Reaktion der Mannschaft sichtbar. Sie hat über weite Strecken wenig zugelassen und sich gesteigert. Leider sind wir dafür nicht mit einem Punkt belohnt worden.“

Ein Trend, der noch Ergebnisse benötigt

Besagte Reaktion war vor allem aufgrund des 0:5 eine Runde davor gegen Admira eingefordert worden. Die 1:2-Niederlage am Sonntag gegen Red Bull Salzburg hatte parallel dazu jedenfalls Positiv-Blitzlichter zu bieten. Einerseits ließ sich Grün-Weiß nicht lumpen und kämpfte bis zum Schluss. Zweitens zeigten sich die Profis in punkto Kompaktheit deutlich verbessert. Drittens gelangen auch im Spiel nach vorne – zumindest phasenweise – immer wieder Nadelstiche.

Dem gegenüber stand zwar ein optisch feldüberlegener Meister, der aber auch bei zumindest einer spielentscheidenden Szene das Glück beanspruchen musste. So ging dem 0:1 von Munas Dabbur ein Handspiel des Schützen voraus. „Ich frage mich schon manchmal, wofür es vier Unparteiische gibt. In unserer Situation ist das natürlich sehr bitter.“

Noch in der ersten Halbzeit rannte Ex-SVM-Kapitän Patrick Farkas (der dabei übrigens einen „Eisenbahner“ erlitt und ausgetauscht werden musste) im Rückwärtslaufen Flo Sittsam im Sechzehner um. Für den SVM-Chefcoach war auch in dieser Szene Entscheidungspotenzial für Mattersburg drin. „Da kann man Foul pfeifen – und dann ist es ein Elfer.“

Dass Amadou Haidara ausgerechnet in der 94. Minute den Ball per Weitschuss mustergültig zum 1:2 traf, soll den Fokus von Baumgartner und seinem Team für die nächsten Runden aber nicht verändern. „Der klare Trend nach oben war sichtbar, auch wenn er nicht belohnt wurde.“

Mit dem LASK auswärts und danach Rapid im Pappelstadion warten vor der Länderspielpause Anfang Oktober zwei Brocken, um endlich wieder anschreiben zu können. „Eine große Herausforderung, aber da müssen wir jetzt ohnehin durch. Wichtig ist, dass wir weiter an unsere Tugenden anschließen, dann werden wir auch bald punkten.“