Mattersburg

Erstellt am 12. Oktober 2018, 03:46

von Bernhard Fenz

Mattersburger Betreuerstab im Wandel. Mattersburgs Sportlicher Leiter Robert Almer muss als Tormanntrainer kürzertreten und peilt neue Strukturen an.

Markus Schmidt, Martin Baier, Thomas Borenitsch und Robert Almer (v.l.) auf der Ersatzbank in Wien-Hütteldorf. Noch ist nicht sicher, wie die künftige Konstellation der Betreuer aussehen wird.  |  Ivansich

Auf der Ersatzbank des SVM nahm beim Auswärtsspiel gegen Rapid (so wie schon beim Heimspiel gegen Innsbruck) neben Co-Trainer Markus Schmidt und Athletiktrainer Martin Baier Thomas Borenitsch als Tormanntrainer Platz. „Tetschgerl“, wie er auch genannt wird, rückte im Sommer eigentlich vereinsintern ins zweite Glied zu den Amateuren zurück.

Knie macht Almer weiter Probleme

Nach dem Auswärtsspiel bei Sturm Graz sprang er für Robert Almer als Trainer der Goalies ein, weil dieser aufgrund von Kniebeschwerden nicht die volle Belastung als aktiver Tormanntrainer auf sich nehmen kann. Hier meldete sich der überstandene Kreuzbandriss des ehemaligen Teamgoalies zurück, weshalb Almer im Frühjahr bekanntlich auch seine Karriere beenden musste.

„Es geht derzeit nicht mit dem Knie“, stellte der Sportliche Leiter am Rande des Spiels bei Rapid klar. Diese Woche hilft Borenitsch noch aus, dann werde man weiterschauen. Der Ex-SVM-Keeper sagt: „Natürlich ist es in Kombination mit den Amateuren und der Akademie intensiv, aber ich bin bereit, wenn ich gebraucht werde. Die Mannschaft kenne ich ja und die Zusammenarbeit mit dem neuen Trainer passt sehr gut.“

Tormanntrainer und Co-Trainer offen

Wer künftig Markus Kuster, Tino Casali, Manuel Salaba und Co. fix betreuen wird, soll noch geklärt werden. Das letzte Wort hat hier freilich Klubboss Martin Pucher. Auf Sicht gesehen wäre, so Almer, ein anderer Tormanntrainer als er sinnvoll, denn: „Das Aufgabengebiet als Sportlicher Leiter ist groß. Wenn man da etwas entwickeln will, braucht es die volle Konzentration darauf.“ Vorerst gilt es aber noch einen zweiten Punkt zu klären, jenen des Co-Trainers.

Seit Renato Gligoroski Mitte August freigestellt wurde, ist der Posten noch nicht offiziell besetzt. Amateure-Trainer Markus Schmidt ist in der Praxis mittlerweile als „Co“ des neuen Coaches Klaus Schmidt tätig, aber eben auch als Chef bei den Amas – diese intensive Doppelfunktion soll im strukturellen Sinne geklärt werden.

Almer selbst ist seit Montagabend übrigens in einer parallel zum Job laufenden Mission im Ausland aktiv. Der 34-Jährige benötigt im Zuge seiner Ausbildung zum UEFA-Torwarttrainer eine Hospitation und wird diese bis Freitag beim Schweizer Spitzenklub FC Basel absolvieren.

Dort trifft er auf einen alten Bekannten: Österreichs Ex-Teamchef Marcel Koller, unter dem Almer die rot-weiß-rote Nummer eins war, betreut den aktuellen Dritten der dortigen Super League.