Mattersburger „wissen, was uns jetzt erwartet“. Mattersburg startet in die verbleibenden vier Runden des Grunddurchgangs. Am Plan steht: Sicherheit erlangen.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 12. Februar 2020 (06:39)
Gute Erinnerung. Am 21. September fixierte Andreas Gruber mit einem Elfer in der Nachspielzeit das 3:3 gegen Sturm Graz. Dieses Ergebnis würden die Mattersburg-Profis wohl auch am Sonntag gerne mitnehmen.
Ivansich

Graz ist am Sonntag um 14.30 Uhr der erste Pflichtspiel-Schauplatz für den SV Mattersburg im Jahr 2020. Gegen Sturm wollen die Burgenländer möglichst gut starten, um in weiterer Folge mental gerüstet in die verbleibenden Grunddurchgangs-Spiele gegen Altach, bei Rapid Wien und gegen den LASK gehen zu können. Dann erfolgt ohnehin der große Schnitt, werden Liga und auch Punkte geteilt … und in der unteren Hälfte (der Qualifikationsgruppe) wird der Abstiegskampf toben.

„Brauchen Spieler, die möglichst fehlerfrei bleiben“

„Das Bauchgefühl ist besser als im Sommer. Wir wissen, was uns jetzt erwartet und haben dementsprechend darauf hingearbeitet“, blickt Trainer Franz Ponweiser auf den nahenden Ernstfall nach der Wintervorbereitung. In der vor allem das Festigen gewisser Mechanismen intensiv am Programm stand. „Wir haben nicht viel Neues probiert. Es geht vor allem darum, Sicherheit zu erlangen.“ Diese besagte Sicherheit soll aber auch nicht nach etwaigen sportlichen Rückschlägen gleich wieder bröckeln, wie Ponweiser betont: „Wir haben jetzt gleich starke Gegner. Da darf niemand verzweifeln, falls es einmal schlechter läuft.“

Außerdem soll es ja ohnehin im besten Fall gleich einmal besser laufen, geht es etwa nach dem letzten Eindruck. Am 15. Dezember 2019 gelang vor der Winterpause auswärts ein 3:1-Erfolg bei der WSG Tirol. Auf so einen verunsicherten Gegner werden die Burgenländer am Sonntag allerdings nicht treffen, wenn es bei Sturm Graz zur Sache geht. Ergo werden Punkte nur über eine kompakte Leistung möglich sein. „Dafür müssen wir die Situationen richtig einschätzen und brauchen Spieler, die möglichst fehlerfrei bleiben.“

Das sei übrigens keine Sache der Routine, sondern der Coolness und der Einstellung, wie der Cheftrainer bekräftigte: „Ein David Nemeth hat mit seinen 19 Jahren in den letzten beiden Meisterschaftspartien nichts anbrennen lassen. Es ist also keine Frage des Alters.“

Aber auch jugendliche Unbekümmertheit braucht immer wieder Moralinjektionen in Form von Erfolgen. Weshalb die Bundesliga-Spiele von Beginn weg einen hohen Wert haben. Aus der Vorbereitung haben sich die Profis laut Ponweiser durch den einen oder anderen Testspielerfolg Selbstvertrauen geholt. Dieses gilt es nun weiter zu stärken, wenn es tatsächlich um etwas geht.

Wer am Sonntag in Graz von Beginn weg spielen wird, soll im Lauf der Trainingswoche entschieden werden. Aus Jux und Tollerei hat sich Ponweiser im letzten Test vor der Meisterschaft beim 4:1 gegen den tschechischen Zweitligisten Lisen freilich nicht zu seiner Startelf entschieden.

Höller und Halper noch kein Thema

Sehr wohl könnte es also sein, dass auch am Sonntag David Nemeth, Jano und Thorsten Mahrer vor Goalie Markus Kuster das Dreier-Herzstück des Defensivverbunds bilden werden. Patrick Salomon und Michi Lercher wären rechts und links auf den Seiten ebensowenig eine Überraschung, wie Philipp Erhardt zentral in der Mitte. Ihm zur Seite stand Flo Hart, die drei offensiv ausgerichteten Akteure waren Andi Kuen, Andi Gruber und Martin Pusic. „Es war keine gewürfelte Aufstellung. Freilich müssen sich aber alle aufdrängen.“

Alois Höller (Ristprellung) und Christoph Halper werden sich wohl erst für eine der nächsten Aufgaben aufdrängen können. Ersterer steigt diese Woche wieder ins Training ein, Halper kämpfte nach der Trainingslager-Belastung mit einer Entzündung an der Ferse – und nutzte die Zwangspause gleich zu einem Weisheitszahn-Eingriff. Seine Matchfitness sollte nicht mehr lange auf sich warten lassen. Graz dürfte für „Halpi“ aber noch zu früh kommen.